Predigt zu Römer 13, 8-12:

Predigt zu Römer 13, 8-12:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Gemeinde.: Amen
Der Predigttext für den heutigen Sonntag, steht im NT Römer 13, 8-12
Schuldig…Urteil.: Liebe!!!!
Schuldig, Urteil: Liebe!
Heute, im Text, passt so einiges nicht zusammen.
Zum einen werden wir aufgefordert, unsere Zeche zu zahlen und niemandem etwas schuldig zu
bleiben! OK.
Und zum anderen sollten wir einander die Liebe schuldig bleiben, denn diese Schulden wir stets und
immer.
Wie kann man einem Menschen LIEBE schuldig bleiben?
Und dann kommt noch der dritte Aspekt. Wir sollen unseren Nächsten lieben wie uns selbst!?
Und gleichzeitig die Aufforderung, unseren Hintern zu bewegen, uns zu bewaffnen und in den
persönlichen Krieg zu ziehen! Was für ein Predigttext, am 1. Advent des Jahres 2025

Hören wir den Predigttext zum 1. Advent aus dem Brief des Paulus an die Römer 13, 8-12
Römer 13!
Der Teil des Briefes von Paulus an die Römer der macht mir irgendwie recht oft mehr als zu
schaffen. Römer 13, besser gesagt, dieses Kapitel beinhaltet mehr Fragen als Antworten.
Aber schauen wir mal, was der Text von heute der Predigttext zum ersten Advent von uns möchte.
Zunächst ist der Brief recht verständlich.
Du sollst keine Schulden machen und niemandem etwas schuldig bleiben. Okay, das passt und
damit kann ich leben. Und dann dürfen wir doch wieder etwas schuldig bleiben und das ist die
Liebe…???!!!
Also, wir schulden ständig und immer unseren Nächsten Menschen die Liebe.
Mit anderen Worten, ich schulde dir etwas und das ist eindeutig Liebe.
Die Liebe sollen wir immer und jederzeit den Menschen schuldig sein und schuldig bleiben.
Eigentlich ein wunderbares Wortspiel mit dem Hintergedanken daran, immer etwas schuldig zu
bleiben.
Alles bezahlt zu haben und trotzdem Schulden zu haben, nämlich die Liebe.
Das ist so ähnlich wie bei einem Richterspruch.

Du bist sozusagen dazu schuldig gesprochen, so als Urteil, allen Menschen die Liebe schuldig zu sein.
Mit diesen Sätzen haut Jesus Christus ganz schön einen raus………….
Der Erfüllungsgehilfe Paulus, der hat diesen Text dann auch noch niedergeschrieben.
Eigentlich bedeutet dieser Text nichts anderes, natürlich im Umkehrschluss, Pazifismus und Frieden
auf der ganzen Linie.
Und dann natürlich das ganze begleitet mit dem Satz.: ,,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich
selbst”.
Und offensichtlich und genau ist das die Stelle, die unsere Obersten Christen in unserer Kirche,
Landeskirche bzw. EKD nicht verstanden haben. Denn wie wir alle wissen, befürworten Sie jetzt die
Gewalt und Waffen in Ihrem neuen Thesenpapier.
Ich frage mich, was das für Menschen sind, die Theologie studiert haben,???
Menschen, die dann solch einen Wahnsinn verabschieden, publizieren und sich verhalten wie 1937.
Ganz klar, das ist nicht meine Kirche.
Ich glaube Jesus und ich will mich daranhalten, was Jesus möchte und nicht, was ein paar Deppen
von der obersten Kirchenleitung da beschließen.
Ich möchte, was Jesus will und nicht, was Menschen gedenken, tun zu müssen.
Der Predigttext sagt weiter, wir sollen die gegenwärtige Zeit bedenken!
Nach diesem Satz folgt dann eine Aufzählung von Lastern, Sünden und so weiter.
Wir sollen alle ganz nüchtern und besonnen Leben und unser Leben erleben. Nüchtern und ohne
viel Drumherum sehr wachsam sein.
Wir lesen im Text auch ganz klar, dass die Einschläge immer näherkommen. Wir sollen auf der Hut
sein und wir sollen uns ganz dringend bewaffnen.
Und jetzt werden wieder EINIGE zurecht fragen. Fragen, sollen wir denn nun doch Krieg machen??
Die Antwort lautet von mir ganz klar JA und NEIN.
Denn das, was Paulus niedergeschrieben hat, im Auftrag von Jesus Christus, ist eindeutig eine
Kriegserklärung an das eigene Ich…….
Wir sollen zunächst einmal unsere Übertretungen und Fehltritte in den Griff bekommen.
Den Krieg, den wir führen sollen, der sollte zunächst dem eigenen Ich und unserem eigenen inneren
Schweinehund gelten. Und wir sollen uns dazu bewaffnen und ausrüsten mit den Waffen des Lichts.
Nur noch einmal als kurze Erinnerung, was sind denn Waffen des Lichts!?
 Brustpanzer der Gerechtigkeit: Schützt das Herz und die Moral.
 Helm des Heils: Schützt den Sinn vor Lügen und Verführung.
 Schild des Glaubens: Schützt vor den feurigen Geschossen des Bösen.
 Schwert des Geistes: Ist das Wort Gottes, das zur Abwehr und zum Angriff dient.
 Hüften umgürtet mit Wahrheit: Zeigt die Bedeutung von Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.

 Füße beschuht mit der Bereitschaft für das Evangelium des Friedens: Steht für die
Bereitschaft, die Botschaft des Evangeliums weiterzugeben.
Ja, wir müssen in den Eigenen und in den persönlichen Krieg ziehen.
Erst wenn wir unser Privates und unsere private und eigene Schlacht gegen unser Ego gewonnen
haben, dürfen wir und müssen wir nach anderen Menschen schauen.
So nach dem Motto:,, den Dreck vor der eigenen Tür kehren und wegmachen.“
Und was bedeutet dann eigentlich im Klartext dieser Predigttext am 1. Advent für mich?
So ein paar Wochen vor Weihnachten?
Ich möchte heute in Bezug auf Weihnachten mal ganz anders an die Sache herangehen.
Ich möchte eine Antwort geben, obwohl das unhöflich ist, und möchte die Antwort mit einer Frage
beginnen! Die Frage lautet: ,,Wann hat denn Weihnachten aufgehört, sich um Jesus Christus zu
drehen?
Wann war das bei Dir, bei uns und in unserem Land?
Was ist denn mit dem Glauben und was ist der Glaube für dich?
 Sollten wir nicht endlich einmal anfangen nachzufragen, warum wir Weihnachten feiern?
 Warum ist Jesus auf diese Welt gekommen?
 Jesus kam garantiert nicht, damit wir im Geschenke-Konsum ersticken oder
 wir ein Ali Akbar auf dem Weihnachtsmarkt hören und dann tot gerast werden.
Meine Antwort lautet: Wir sollen uns besinnen, auf das, was wesentlich, was wichtig ist in unserem
Leben und wie wir es ohne Gewalt hinbekommen auf Jesus Christus zu zeigen. Ohne Gewalt auch
auf viele unserer Entscheidungsträger in den Kirchen immer wieder hinzuweisen und sie wieder auf
die richtige Bahn zu bringen. Nämlich das, was in der Bibel steht.
Die Antwort lautet: „Machen wir Krieg mit uns selbst, im Namen von Jesus Christus mit uns selbst
und überdenken unser eigenes Leben.“
Und wenn wir dann eines Tages wegen unserer Kriegsverbrechen schuldig gesprochen sind, dann
schulden wir immer noch die Liebe zu den Menschen.
Denn egal was wir überdenken und was wir tun, wir sind Schuld, wir sind schuldig gesprochen, …..
vor Gott UNERLÖST und ENTSCHULDET durch Jesus Christus.
Jesus Christus, dessen Geburt wir in wenigen Wochen feiern werden. Entschuldet und trotzdem
schulden wir noch etwas Schuldig!!!! Schuldig gesprochen und wir schulden den Menschen unsere
Liebe. Das wäre für mich die echte Adventszeit!
Die Ankunftszeit, die Ankunft von Liebe. Ankunft von Liebe ausgerüstet wie Jesus Christus mit der
Waffenrüstung Gottes.
Also du bist schuldig und bist mir etwas schuldig, nämlich uns deine Liebe!!!
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

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