Predigt zu Psalm 9:

Predigt zu Psalm 9:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im AT, bei Psalm 9.
..das letzte Wort spricht Gott!!!!!
Das letzte Wort spricht Gott!!!
So lautet meine gewählte Überschrift über Psalm 9.
Wir können uns den Psalm 9 in seiner Länge und Komplexität Satz für Satz anschauen und werden in
jedem Satz neues und altbekanntes entdecken. Psalm 9.
Psalm 9 trägt noch die Überschrift, dass der Psalm vorzusingen ist.: ,,nach der Weise der schönen
Jugend!”?
Ich selber verstehe das so, dass der Psalm vor allem die Jugendlichen ansprechen sollte.
Wahrscheinlich war die Musik damals für die älteren Herrschaften etwas zu poppig, etwas zu rockig,
deswegen wird hier eventuell auch davon gesprochen, dass es in der Art und Weise vorzutragen ist,
dass es die Jugend versteht.
Psalm 9 erwischt mich tatsächlich auf einem ganz falschen Fuß.
Da sind so viele Sätze darin, die meine absolute Bestätigung finden und doch bleibt immer wieder die
Frage, wann und warum nicht heute??!
Für mich klingt der Psalm 9. in manchen Ansätzen schon fast wie Hohn und Spott. Warum?
Der Psalm beginnt fröhlich mit Worten.:,, Ich freue mich, ich erzähle allen Menschen von den großen
Wundern Gottes, dann geht es weiter, ich lobe deinen Namen Gott, du allerhöchster Höchste und ich
freue mich und bin fröhlich….“
Ist das so? Freue ich mich wirklich?
Dieser Psalm 9 erwischt mich in einer Lebenssituation, die alles andere als fröhlich erfreulich ist.
Ja, in einer Lebenssituation, wo ich mit Gott einmal mehr hadere.
Situationen, die mich nicht nur ärgerlich machen, sondern auch oftmals hartherzig und traurig. Und
mein Gott kommt dabei auch nicht gerade gut weg!!!
Da frage ich mich immer mehr:,, Was ist mit uns Menschen denn passiert?”
Wenn ich Psalm 9. so höre und auch von Grit vorgelesen und gesungen bekommen habe, wenn ich
den so höre, dass Gott einmal Gerechtigkeit schaffen wird.????
Warum, warum denn nicht gleich frage ich mich.???
Wenn ich in diese Welt schaue, haben wir es im Abriss der Woche gehört, wenn ich in diese Welt
schaue und dass alles so erleben muss…. Soll ich mich da freuen?
Ich frage mich immer mehr, was ist denn mit uns Menschen passiert, was ist aus uns geworden?
Wir feiern mittlerweile in sämtlichen Medien und Zeitungen und in unserem Leben das
Multikulturelle und Multikulti (als Bereicherung)? Und stellen unseren Glauben hinten an.
Wir stellen den christlichen Glauben auf Seite und treten damit unseren Gott jeden Tag aufs Neue!

Was ist aus uns Christen geworden, nur noch ein paar armsehnliche Lappen, die sich alles bieten
lassen und verängstigt hinter dem Sofa zurückziehen……….
Und was passiert mit den Menschen, die irgendwie noch etwas verändern, etwas bereichern
wollen, die ihren christlichen Glauben leben?
Menschen, die in guter und christlicher Absicht handeln???
Sie werden ausgegrenzt und denunziert.
Was bleibt, sind Frust, Ärger und die Frage, warum Gott? Menschen, die ehrenamtlich arbeiten,
werden sogar noch von der Politik beschimpft!!
Und alles ist irgendwie nur auf gesunde und leistungsfähige Menschen ausgelegt.
Und was ist mit denen, die nicht mehr mithalten können, die fallen dann durchs Raster, und werden
obendrein noch mit höheren Abgaben belegt!!
Mit Abgaben.:
 weil das Altenheim,
 weil die Unterbringung und
 die Fortbildung ja nicht mehr finanzierbar sind.
Das ist das, was mich so ärgert in dieser Welt!
Da sind zum einen die Armen, die Kranken, die Alten und die, die einfach anders sind.
Und genau diese Menschen sollten angeblich nicht zu kurz kommen und doch kommen sie
irgendwie und es scheint so, bei dir, Gott, zu kurz.
Tröstlich für mich an dieser Stelle ist, dass sie die Armen und die Benachteiligten bei Gott nicht
vergessen und zu kurz kommen und sie werden auch wirklich explizit in Psalm 9. erwähnt.
Da sind Worte wie.: ,,Der Armen Schutz und auch Gott wird sie nicht vergessen in Zeiten der Not.”
Wenn ich ehrlich bin dann bin ich mit Gott und im Hinblick gerade auf die Menschen, die so am
Rande der Gesellschaft stehen gar nicht einverstanden.
Ich kann nur den Kopf schütteln.
Die Menschen, die eigentlich Unterstützung brauchen und eigentlich von Gott viel besser gefördert
werden sollen, werden immer weiter ins Abseits gedrängt.
Nicht leistungsfähig…, also verrentet, Schulungen und Weiterbildung sind zu teuer…. wir sehen zu,
dass wir diese Menschen schnell irgendwie loswerden!
Nein, Gott für mich klingt dieser Psalm 9. eher noch spöttisch.
Wie oft frage ich mich, Gott was soll das und was hat das alles für einen Sinn, sich zu Lebzeiten hier
auf dieser Erde sich den Hintern, für den Glauben, Verkündigung aufzureißen?
Etwas zu tun, wenn man es sowieso nicht gedankt bekommt. Und im Gegenteil, es wird auch einem
noch das Leben schwer, ja bis hin zur Hölle gemacht…….
In Psalm 9. lese ich viel wahre und auch ganz harte Sätze, von Menschen, die übles tun und anderen
Menschen antun. Es ist schön zu lesen, aber für mich schwer zu verstehen, da es offensichtlich den

Menschen, die nichts Gutes tun oder viel Gutes haben, dass es ihnen doch offensichtlich besser geht
als dem Rest.
Menschen, die Gott und unseren christlichen Glauben mit Füßen treten, geht es anscheinend besser.
Darüber bin ich traurig und ich sage das Gott auch so!!!!!
Warum?
Weil ich es einfach nicht verstehe und mir wie oft die Argumente ausgehen, wenn ich nach solchen
Ungerechtigkeiten in der Welt gefragt werde.
Gott, ich frage dich ganz offen, warum muss das alles so lange dauern und vielleicht sogar noch bis
zum Jüngsten Gericht dauern?
Gott, wie oft verstehe ich Dich überhaupt nicht!
Da liegen Menschen über Jahre, Monate im Sterben und können nicht sterben und andere
Menschen wollen leben, werden aus dem Leben gerissen und hinterlassen Frau und Kinder!?
Es gibt unzählige Punkte, die ich zu bemängeln hätte und habe.
Es ist für mich irgendwie gar nicht tröstlich, dass es irgendwann mal eine Gerechtigkeit geben wird
und irgendwann mal so weit sein wird, dass diese Menschen bestraft werden.
Es wäre schön Gott, wenn du das zeitnah machen würdest.
Bitte überdenk doch mal deinen Zeitplan, dass wir das irgendwie noch erleben und dass endlich
einmal etwas Gerechtigkeit Eintritt.
Warum quälst du scheinbar (oder lässt es zu) Menschen, die doch nur gut wollen und mit dir
zusammen dein Wort in die Welt tragen wollen.
Warum willst du es so?
Es bleibt immer wieder die Frage, warum???
Gott, ich bin darüber überhaupt nicht glücklich und freuen über so viel Ungerechtigkeit kann ich
mich auch nicht.
Und ich würde dir noch so viel erzählen wollen, doch ich weiß, dass du alles weißt und auch alles
siehst.
Gott kannst du nicht ein klein wenig Gas geben, damit es endlich mal aufhört mit diesem Wahnsinn
in unserer, dieser und ja auch deiner Welt.
Eigentlich bin ich mit meiner Predigt zu Ende. Denn ich bin tatsächlich sauer auch ein wenig zornig
über so viel Ignoranz und Eigensinnigkeit in unserer Welt.
Die Welt, die du geschaffen hast und die im Ursprung einmal so gut gewesen ist.
Ich schaue auf die Dinge, die ich allein, jeden Tag und immer aufs Neue erleben darf. Und auf das,
was so ungerecht erscheint. Es tut so weh Gott.!!!!!
Dann mach doch endlich einmal was gegen die Ungerechtigkeit in dieser Welt.
BITTE!

Und damit möchte ich jetzt auch enden und möchte Dir noch sagen, dass ich es nicht vergessen
habe, was du mein Gott mir und in meinem Leben alles Gutes getan hast und was ich dir alles
Gutes zu verdanken habe.
Nur Gott, ich denke weniger an mich, sondern vielmehr an die ganzen Menschen.
Lass doch endlich deinen großen und mächtigen Arm dazu benutzen, eine Gerechtigkeit oder ein
wenig mehr Gerechtigkeit in dieser Welt zu schaffen.
Und Gott, was ich dir hoch anrechne, ist die Tatsache, was du in Psalm 9. geschrieben hast.
Dass du die Armen und die Geplagten nicht für immer vergessen wirst.
Darum meine Bitte!
Mach doch endlich, dass die Menschen begreifen, dass du das letzte Wort hast und dass wir uns auf
dein Wort verlassen können.
Du hast das letzte Wort und du wirst das letzte Wort sprechen. Und genau das ist es, was mich
beruhigt und mich etwas zufrieden aus dem Psalm 9. zurückblicken lässt.
Mit „Schrecken Gott“ sehe ich auf diese Welt, aber auch mit Zuversicht und Hoffnung blicke ich auf
dich.
Auf dich, weil du das letzte Wort sprechen wirst.
Ja, dafür kann ich dich loben und preisen und darüber kann ich mich auch freuen.
Nur Gott, ich bitte Dich überdenke doch noch einmal deinen Zeitplan. Lass Gerechtigkeit in dieser
Welt einkehren!
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.

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