Predigt zu Psalm 7:

Predigt zu Psalm 7:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns Allen.

Gemeinde.: Amen.

Predigt zu Psalm 7. (Pfingsten)

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung!

So könnte die Überschrift lauten…..

Aber es gibt verschiedene Überschriften über den Psalm 7.

  • Gebet eines Unschuldigen Verfolgten
  • Echtes beten in Todesgefahr
  • Verschaffe mir Recht

Das sind nur einige im Zitat.

Den Psalm kurz zusammengefasst!

Der hoffnungslos verängstigte David sucht Schutz bei Gott!

Offensichtlich sind jede Menge Menschen hinter ihm her. Er hat Angst und er hat sogar so viel Angst, dass er meint, den nächsten Tag nicht überleben zu können.

Dann stellt sich David selbst in Frage und sucht in den nächsten Versen des Psalm 7, die Schuld bei sich selbst!

Da fallen Worte wie:

  • Habe ich das wirklich getan?
  • Klebt Unrecht an meinen Händen?
  • Habe ich Böses gemacht?
  • Habe ich ohne Grund geschädigt?
  • Und so weiter.

Er beantwortet seine Fragen selbst.

Mit den Worten, dann soll es mich auch treffen. Denn ich habe es nicht anders verdient.

Man könnte wirklich sagen: ,,Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung!”

David, der sagt Gott auf den Kopf zu, wenn ich das wirklich bin und wenn ich es wirklich getan habe,… das ist meine Übersetzung.:

,,Wenn ich wirklich so ein Schwein bin, dann habe ich auch deine Strafe verdient, mein Gott.“

Im absoluten Vertrauen stellt er sich unter die Anklage und den Richterstuhl Gottes.

Ab Vers 13 spitzt sich die Lage noch zu. Es wird berichtet von.:

  • einem gespannten Bogen,
  • Todes Geschosse die bereit liegen,
  • das Unrecht ausgebrütet wird
  • Unrecht wird Lüge und Frevel gebären.

Und dann kommt der Satz, den wir alle zu gut kennen, weil er noch in unserem Sprachgebrauch zu finden ist: ,,Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!”

Und dann ganz am Schluss, dann der Satz, wie als gehört es nicht dazu, sagt David den Satz.:

,,Ich will meinem Gott danken, weil er gerecht ist, seinen Namen will ich loben und lobsingen.“

Wie passt das wohl alles zusammen?

Das wäre jetzt eine kurze Zusammenfassung von Psalm 7. und jetzt, wie passt das in die heutige Zeit in das heutige Geschehen?

Wer von uns hatte schon einmal solch eine Angst, dass er das ganze Leben wie ein Film an sich vorbeilaufen sieht.

Das ganze Leben vor einem plötzlich abläuft und man wach wird……

Natürlich weiß ich nicht wie das bei jedem einzelnen von euch aussieht. Ich selbst kann nur von mir ausgehen und mich an solche Zeiten erinnern wo ich selbst absolut am Boden war.

Wenn man dann ganz unten angekommen ist, da fällt es einem plötzlich wie Schuppen von den Augen. Da kommen plötzlich die tollsten Dinge aus dem Leben auf dem Plan.

Jede Sache, die man so angestellt hat, kommt einem wieder hoch.

Und wenn man zurückblickt, ja da kann es einem wirklich hochkommen, da kann es einem übel werden…

(Also mir ging es so….!!!)

Man sagt zu sich selbst, na dann habe ich es auch nicht anders verdient. Genauso wie David es sieht und sagt.

Man kommt plötzlich zur inneren Einsicht und man wünscht sich noch einmal die Chance, es ganz anders zu machen. Irgendwie neu anzufangen. Noch einmal neu zu beginnen und alles andere, was einmal gewesen ist, hat sich dann plötzlich erledigt.

Das wünscht man sich!

Und man verliert sich bei solchen Gedanken auch ganz schnell in Angst, in Hoffnungslosigkeit und sogar in Selbstmitleid….

Das sind die Dinge im Leben, die man letztendlich bereut und die einem Angst machen können.

Diese Sätze und Gedanken, habe ich alles richtig gemacht?

Solche Wahnsinns Gedanken kommen dann auf einen zu:

  • Dinge, die einen Lebensmut nehmen und uns in Angst und Schrecken versetzen.
  • Da ist die Gesundheit und wenig Hoffnung auf Heilung
  • Da ist der Verlust eines geliebten Menschen, der Verlust steht vor uns wie eine Wand, die uns unüberwindlich erscheint.
  • Kinder die uns große Sorgen bereiten, weil sie abgerutscht sind
  • Da ist die Kündigung des Arbeitsplatzes
  • Da ist die drohende Zahlungsunfähigkeit
  • … und jeder hat an dieser Stelle etwas einzufügen, was ihn selbst beschäftigt …..

Wir erleben in Psalm 7 alle Facetten des täglichen Lebens.

Es werden sogar die Menschen angezählt und angezählt, die uns ans Leder wollen.

Es wird davon gesprochen, dass die Messer schon gewetzt sind, die Bogen schon gespannt sind und dass einfach nur darauf gewartet wird, dein Leben zu beenden.

Wer kennt es nicht?

Wenn wir so auf unser Leben zurückschauen…., wie viele Menschen uns ein Bein stellen wollen(t)en. Ein Bein gestellt haben, und wenn man im Nachgang schaut, ist die ganze Sache nach hinten losgegangen.

Und dann fällt mir dieser ja markante Satz wieder ein: ,,wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein!”

Wir kennen ja alle diesen Satz und wir verwenden ihn auch noch heute und ja dieser Satz stammt tatsächlich aus der Bibel. Die Bibel sagt, wer Unheil plant, der kommt auf ihn selbst zurück. Darüber kann man auch mal in Ruhe nachdenken……

Genau zu diesem Thema könnte ich noch stundenlang schreiben, nur mich macht dieser Psalm sehr, sehr nachdenklich. Ich reflektiere das auf mein Leben, auf mich, ja auf mein sündhaftes Leben.

Heute weiß ich, dass ich nichts zu machen brauche, wenn mir weh getan wird. Denn Gott wird sich gerecht darum kümmern.

Gott wird sich darum kümmern.:

  • um die Menschen, die mir weh getan haben,
  • die mir nicht gut wollen oder
  • die mir ein Bein stellen wollen.
  • ja von mir aus auch bei den Menschen, wo das Messer schon gewetzt ist und
  • der Bogen schon gespannt ist.

Der Psalm 7 sagt mir, ich soll den Dreck vor meiner eigenen Tür wegmachen und alles andere Gott überlassen.

Sämtliche Rachegedanken und Planungen soll ich sein lassen aus meinem Leben verbannen und ich sollte froh sein, wenn meine eigenen Verfehlungen nicht auf mich zurückkommen.!!!!!!

Ich kann mich an die Steuerfahnderin erinnern, die mich damals maßgeblich in den Knast gebracht hat. Ich hatte so viel Wut und Hass in mir, dass ich Gedanken hatte, die ich heute hier und jetzt nicht zum Besten geben möchte.

Auf einmal und plötzlich inhaftiert und im Gefängnis und mir ist erst dort endlich bewusst geworden, dass diese Frau, diese Steuerfahnderin, eigentlich nur Mittel zum Zweck gewesen ist.

Ja, ich musste in den Knast gehen, damit ich wach werde und an meinem eigenen Leben selbst arbeite und dieses überdenke. Vielleicht wäre etwas weniger Zeit gut gewesen, aber wahrscheinlich brauchte ich knapp zwei Jahre und das alles zu begreifen.

Das war damals….,

….heute weiß ich das im Rückblick, mehr an der Zeit war, dass ich mein Leben überarbeite, überdenke, ändere und vor allen Dingen es endlich mal sachlich und ehrlich selbstreflektierte.

So lange Zeit im Gefängnis zu sitzen, interessiert mich heute überhaupt nicht mehr, denn es war Zeit und das hat Gott mir klar gemacht, etwas an mir zu verändern.

Um es nicht komplizierter zu machen, sondern auf den Punkt zu bringen…, würde ich es so sagen.:

,, Hören wir auf immer die Schuld, bei anderen zu suchen.“

Überlegen wir uns mit dem Leid, mit der Angst, mit der Hoffnungslosigkeit, die wir manchmal haben oder in der wir vielleicht auch stecken, was wir daraus lernen und verändern können.

Überlegen wir uns, wie wir mit Leid und Angst von mir aus auch Todesangst umgehen und nehmen wir unsere Erfahrungen daraus mit. Bei sich selbst zu suchen, zu sich selbst zu kommen / finden, und vor allen Dingen zu Gott zu kommen.

Lasst uns lernen, ja auch von Gott lernen. Es wird besser werden und ganz anders werden.

Das verspreche ich dir. Wir müssen es nur riskieren, unsere Ängste dahingehend zu kompensieren, mit Vertrauen auf Gott auf einen gerechten Gott, und bei uns selbst anzufangen, was richtig und was falsch in unserem Leben gewesen ist.

Es klingt fast wie Ironie und Spott, so klingt der letzte Satz in Psalm 7.

David ändert im letzten Satz plötzlich alles. Er hat seine Angst offensichtlich überwunden und lobt plötzlich Gott und der weiß, dass Gott gerecht ist und auch so handeln wird. Absolutes Vertrauen zu Gott er weiß auch, dass ihm Gerechtigkeit widerfahren wird und dass Gott sich darum kümmern wird.!!!

Im Übrigen; die Frau von der Steuerfahndung, die mich Jahre gequält hat, HATTE selbst kein sehr schönes Leben.

Das habe ich später erfahren:.. ,,Sie war gesundheitlich sehr angeschlagen und hatte letztendlich mit dem Verlust ihrer Mutter auch ihre gesamte Familie verloren.“

Im Nachhinein habe ich für diese Frau gebetet, obwohl sie mir zwei Jahre meines Lebens genommen hatte, zwei Jahre, die ich aber gebraucht habe, um endlich zu Gott zu finden.

Und darum lobe und Preise ich Gott heute über die Maßen, weil ich weiß wie wichtig es gewesen ist, zu ihm zu finden…..


Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

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