Predigt zu Psalm 4:

Predigt zu Psalm 4:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns Allen.

Predigt, zu Psalm 4.

Sonntag Kantate!

…müde bin ich, geh zu Ruh..!?

Müde bin, ich geh zur ruh…. wer kennt es nicht dieses Abendgebet????

Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘, schließe beide Äuglein zu. Vater, lass die Augen dein über meinem Bettchen sein.

Hab ich Unrecht heut getan, sieh‘ es, lieber Gott, nicht an! Deine Gnad‘ und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut.

Alle, die mir sind verwandt, Gott, lass ruhn in deiner Hand.

Alle Menschen, groß und klein, sollen dir befohlen sein. Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu,

lass den Mond am Himmel steh‘n und die stille Welt beseh‘n…..

Wer kennt es nicht, dieses Gute-Nacht-Gebet? Es wurde schon von unseren Eltern mit uns gesprochen und gebetet.

Heute in unserem Predigttext hält der Sänger David ein wenig Rückschau auf sein Leben.

Gedanken zum Abend und zur Nacht!

David hat in seinem Leben viele Menschen kennengelernt und unterscheidet sie.

Er unterscheidet die Menschen in zwei Gruppen.

  1. Die einen sind die Frommen und die zu Gott gehören und die anderen sind
  2. die, die von Gott nichts wissen wollen oder ihn noch nicht kennen.

David weiß, dass Gott Raum schaffen kann in allen Bedrängnissen unseres Lebens.

Ja, er schafft Raum in der Enge unseres Lebens. Mit meinen Worten ausgedrückt könnte man sagen: ,,du kannst mit Gott in einer Telefonzelle stehen und trotzdem dich fühlen als würdest Du durch ein schönes weites Tal in den Alpen wandern”.

Das ist irgendwie das Schöne, dass an dieser Stelle der Psalm irgendwie Anschluss findet an Psalm 3. aus vergangener Woche. Das es irgendwie weitergeht. In Psalm 3. war die Angst vor den Verfolgern und in Psalm 4 ist tatsächlich schon die Auflösung enthalten.

Nämlich dass Gott geholfen hat.

Gedanken am Abend und Gedanken zur Nacht. Ich möchte euch fragen, leider nur rhetorisch, euch fragen, mit was für Gedanken beschäftigt ihr euch abends?

Welche Gedanken beschäftigen dich so kurz vorm Einschlafen???

Sind es.:

  • die letzten Töne des noch nicht ausgeschalteten Fernsehers?
  • die eigenen stillen Gedanken?
  • Ist es die erdrückende Ruhe, die euch zwingt, noch einmal aufzustehen?
  • Gedanken, die euch zwingen aufzustehen, um noch etwas zu trinken, etwas zu Essen oder zu lesen?
  • Welche Gedanken sind in eurem Kopf in der Spätvorstellung, zu kurz vor dem Einschlafen?
  • Was würdest du deinen Liebsten von diesen Gedanken mitteilen wollen? Ehrlich!
  • wärst du so ehrlich und würdest uns erzählen, was du vor dem Einschlafen denkst????

Ist es nicht so, dass bei vielen von uns noch einmal der Tag vorbeiläuft? Das Erlebte? Das Erlebte, das Gute und das weniger Gute?

Wir haben Erfahrungen gemacht an diesem Tag an jedem neuen Tag. Möchten wir nicht unsere Erfahrung am liebsten in die Welt hinausschreien und es allen anderen mitteilen?

  • Die Menschen warnen?
  • sie darauf hinführen
  • wie es anscheinend richtig ist?
  • oder falsch ist?

Genau mit solchen Gedanken sind wir mitten in Psalm 4.

David der diesen Psalm geschrieben hat, der will mit diesem Psalm seinen Erfahrungen loswerden und sagt klipp und klar:

  • merkt ihr denn nicht dass Gott Menschen schon gefunden hat
  • er sagt, dass er den Menschen, die zu ihm gehören schon diesen jetzt Gerechtigkeit gibt
  • Zufriedenheit gibt
  • dass Gott Antwort gibt
  • und dass Gott den Menschen, die zu ihm gehören, diese in einen weiten Raum stellt.

Pause!

Und irgendwie im gleichen Atemzug geht er (David) im heutigen Psalm, hauptsächlich auf die Menschen los die etwas.:

  • zu sagen haben,
  • die Einfluss haben,
  • die Macher,
  • die die Macht haben und
  • hohes Ansehen genießen.

In diesem Fall spricht David in der Hauptsache zu seinesgleichen, denn David gehört zweifelsohne zur oberen Klasse.

Da sind Worte wie:

  • wie lange lügt und betrügt ihr noch?
  • wie lange lauft ihr den Nichtigen nach?
  • warum liebt ihr das Nutzlose und Vergängliche???
  • und erstellt in Psalm 4 hypothetisch die Frage.:,, was von allen dann bleibt?”

Und das ist genau mein Thema.

Ich komme nun auch so langsam in ein Alter, wo man schon einmal Rückblicke hält.

Wo man nachdenklich wird und zurückschaut auf das eigene Leben.

Und man stellt fest, es braucht nicht mehr viel zum Leben. Der ganze Besitz und das Drumherum, entwickelt sich beim Älterwerden nach und nach und mehr und mehr zu Belastung.

Die Dinge, die wir nun angehäuft haben und die sich angehäuft haben, aus Gründen, was auch immer, wollen dich in die Pflicht nehmen und dich erdrücken.

Und nichts ist mit meinem Fuß in einem weiten Raum.

Menschen, die Häuser besitzen oder eine Firma haben oder was auch immer, die können ein Lied davon singen, dass es komplizierter wird, wenn man sich um solche Dinge kümmern muss.

Im Alter um nutzlosen Kram kümmern muss und für nichts mehr Zeit hat.

Von wegen Fuß im weiten Raum.

Manchmal erschrecke ich mich dann von mir selbst und denke, was will ich nur mit diesem ganzen Zeug und mit diesem ganzen Kram?

Da liege ich in meinem Bett und überlege und werde dabei ganz still. Dann sehe ich auch in einer so beschissenen Zeit, wir können ruhig beschissene Zeit sagen, in der wir heute leben.

Ich denk immer öfter an das Gute und das Schöne, was mir in meinem Leben widerfahren ist. Bei aller Belastung, die man hat, sieht man das Gute und das Schöne.

Irgendwie im Alter intensiver, viel intensiver.

Ja, man fängt an, sich von den ganzen Dingen zu lösen und einfach Abstand zu nehmen, denn man möchte Zeit haben. Zeit haben für andere Menschen.

Dann merke ich, was Gott an mir angerichtet hat. In mir wohnt so eine Art große Freude und sie ist gepaart mit Zufriedenheit.

Dies hat Gott mir ans Herz gelegt.

Ich werde still und bedenke, wie viel Gutes ich in meinem, doch oftmals schon sehr schwierigen Leben, erfahren habe.

Und ich denke darüber nach, in den stillen Abendstunden, in wie viele nichtige Dinge ich mich hineingerannt habe und Zeit investiert habe.

Dinge und Sachen, die ich nicht brauche und die mich ein halbes Leben gestresst und gefordert haben.

Abendstunden… Rückblicke, Rückblicke zur Nacht…..

Ich danke Gott, dass ich gut schlafen kann.

Sehr gut schlafen kann. Denn ich weiß über mir hält einer die Wache. (die Wacht)

Und damit weiß ich, dass ich während ich schlafe, mir keine Gedanken machen muss auch für den nächsten Tag und über die Nacht nicht.

Ja, Gott hat für den nächsten Tag auch schon gesorgt.

Heute in meinem Alter weiß ich, dass für mich Ruhe und Kraft mein Glauben ist.

So eine Art Rundum-Sorglos-Paket. Ja, ich habe Frieden und Freude im Herzen tief in mir drin. Letztendlich ärgern mich natürlich viele Dinge heute auch noch und ich könnte allzu oft aus der Haut fahren….., genauso weiß ich aber, dass es wenig später wieder vorbei ist und wieder diese Ruhe und dieser Frieden in mir einkehrt….

Lasst mich noch einen Satz zum Schluss sagen.

Wenn abends die Sonne verschwindet und der Mond aufgeht, dann weiß ich, dass Sonne oder Mond über allen Menschen scheinen und leuchten.

Es wird hell und dunkel über allen Menschen. Gut oder böse.

Doch einen Unterschied haben die Menschen. Wie David es festgestellt hat.

Wir Menschen, wir bestimmen zu unseren Lebzeiten, ob es auch nach unserem Tod wieder hell wird oder für immer dunkel bleiben wird. (eventuell einfügen die Gedanken zur Seele)

Psalm 4. auf den Punkt gebracht.

Geh in Frieden schlafen mit Gott und der wird dich mit allem versorgen, was du brauchst.

Ja, Gott lässt sein Angesicht über uns leuchten und wenn du willst, dann wird er dir auch einen anderen Blickwinkel auf die Dinge im Leben geben.(den Blick der Zufriedenheit!)

Ja, deinen Blick anders ausrichten.

Einen anderen Blickwinkel bedeutet nicht, dass Gott dich mit dem versorgt, was du dir vielleicht wünschst.

Viel Geld, Besitz, Porsche u.a. oder sonst irgendwas ist da nicht gemeint.

Ja, heute bin ich müd und geh zur Ruhe und schließe nun bald meine Augen zu.

Ich werde so oder so wieder mit dir meinen Gott erwachen.

Denn Gott ist bei mir alle Tage bis an der Welt Ende.


Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

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