Predigt zu Psalm 15:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im AT, bei Psalm 15.
Wo werde ich wohnen?
Wo wohnst du?
Genauso nenne ich dir die heutige Überschrift über den Psalm 15.
Der Psalm beginnt direkt mit zwei Fragen. Diese zwei Fragen werden uns heute in dieser Andacht
begleiten.
- Wer darf wohnen in deinem Zelt (Haus) Gott?
- Wer darf überhaupt in deinem Land wohnen, Gott?
Es geht heute ganz klar um das Wohnen von uns Menschen nach dem Tod und nach dem Ende dieser
Welt.
Mir stellt sich natürlich die Frage, wo werde ich wohnen und vor allem auch wo wirst du denn wohnen
nach unserem Tod?
Nach unserem Ableben in dieser Welt.
Wir wissen ja alle, der Himmel hat eine Pforte, eine Pforte kann man von innen und von außen betreten.
Die Hölle hat nur ein Tor was ich für immer schließt, wenn man einmal hindurch gegangen ist.
Mit anderen Worten, man kann es von innen nicht mehr öffnen.
Psalm 15.
Nach den v.g. Fragen.: ,,wer darf denn eigentlich bei Gott wohnen,, kommt auch gleich direkt die
Lösung und die Auflösung des Ganzen.
Es wird ganz klar gesagt, in Psalm 15 wer denn nun bei Gott wohnen darf und wie die Verhaltensregeln
sind, um bei Gott Einzug zu halten.
Das Wort ,,Einzug,, gewinnt damit eine ganz neue Bedeutung!
Wenn ich das lese und die Aufforderung sehe, die mir es ermöglichen sollen bei Gott zu wohnen, dann
werde ich ganz still. Ich werde ganz still und mir fällt darauf gar nichts mehr ein.
Denn wenn ich die folgenden Dinge höre, lese, dann brauche ich gar nicht erst über einen Umzug in das
Haus von Gott nachzudenken.
Eigentlich brauche ich meine Sachen gar nicht zu packen.
Warum?
Denn es folgen nun die ganzen Dinge, die ich ohne Frage niemals erfüllen könnte.
Vielleicht bist Du es, bist Du einer, der es erfüllen kann!?
Ich gehöre auf gar keinen Fall dazu.!!!!!
Da stehen Worte und Sätze wie z.B.:
wer untadelig lebt
wer immer die Wahrheit spricht
wer niemals einen anderen Menschen und sich verleumdet
wer nichts Böses tut
wer sich um seinen Nächsten kümmert und bemüht, damit ist der doofe Nachbar gemeint!
wer klare Grenzen zieht zwischen Gottlosen, Ungläubigen und Gottesfürchtigen!
wer zu seinem Wort steht, auch wenn es ihm selbst schadet!
wer Geld verleiht ohne Zinsen zu nehmen
wer sich nicht bestechen lässt.
Sicherlich etwas übersetzt, in meiner Art und Weise, aber doch trifft es die Sätze in Psalm 15 auf den
Punkt.
Mein Gott, kann ich nur sagen,… mein Zimmer in deinem Haus in deinem Himmelreich kannst du schon
einmal getrost jemand anderem geben.
Du kannst die Wohnung, die eventuell für mich bestimmt waren, getrost vermieten, denn ich kann diese
ganzen Dinge nicht erfüllen.
Bei den meisten Punkten bin ich ohne Ende durchgefallen, ja kläglich gescheitert.
Selbst als bekennender Christ bin ich heute nach wie vor durchgefallen!
Eindeutig bin ich ein Versager und ich kann mich nur dafür immer wieder schämen, für meine
zahlreichen Verfehlungen, die ich immer wieder begehe in Gedanken, Worten und Werken.
Zusammenfassend wäre eigentlich die Wohnungsfrage zumindest für meine Person nach meinem
Ableben ein für alle Mal geklärt.
Pause!
Vor einigen Wochen habe ich eine liebe Kollegin darum gebeten, im Herbst über den Psalm 24 zu
predigen. Nicht weil ich keine Lust hätte, über diesen Psalm zu predigen, sondern ich möchte
ganz gerne auch anderen Menschen Gelegenheit geben, ihre Gedanken hier in diesen Andachten
mitzuteilen.
Bei diesen Gedankengängen habe ich mir natürlich im Vorfeld den Psalm 24 mehr durchgelesen und ich
habe mich auch mit diesen beschäftigt.
Dabei ist mir aufgefallen: Psalm 24 ist im Gedankengut und in der Aussage sehr dicht an Psalm 15
angelehnt. Beide Psalter beschäftigen sich mit dem Thema:
Wer darf denn nun!????
Wer darf denn nun eigentlich bei Gott wohnen?
Und wie sieht das Ganze mit Psalm 15 und mit den Auflagen in der Praxis aus?
Bei dem einen oder anderen Satz, da denke ich für mich….., na das bekomme ich wahrscheinlich gerade
noch so hin!
Gegen manche Gebote und das eine oder andere dieser Gesetze verstoße ich eigentlich nicht.
Da könnte ich doch eigentlich noch bestehen und hätte eine Chance, bei Gott zu wohnen!!!!
Doch dann, wenn ich ehrlich bin, geht das z.B mit dem Lügen und mit der Wahrheit sprechen schon
wieder nach hinten los.
Wie oft lüge ich!?
Und übrigens für uns alle,…… auch Notlügen sind Lügen!
Ich muss dann selbst ehrlich zu mir sein und sagen, wie oft ich Notlügen verwende, wenn ich es wieder
mal zeitmäßig, oder terminlich nicht hinbekomme.
Mit solchen Dingen brauch ich doch bei Gott gar nicht anzutreten!
Und dann kommt noch dieser Jesus……., sicherlich sehr viel später im Neuen Testament.
Jesus, der setzt immer über allem noch einen oben drauf. Er setzt einen oben drauf, wenn er z.B. sagt:
…nur wer eine Frau nur begierig ansieht, hat schon Sünde begangen oder noch schlimmer Ehebruch
begangen.
Auch hier bin ich komplett wieder durchgefallen.
Wie schnell fällt der Satz, wenn wir dann mal sagen: …was für ein Schuss läuft denn da gerade über die
Straße.
Und Peng,…. durchgefallen!
Im Prinzip ist die heutige Andacht eine Erweiterung der Andacht von letzter Woche.
Wir haben es ja letzte Woche gehört!
Nicht ein Einziger, nicht ein einziger so in
Psalm 14, wird es schaffen, sich an alle Gesetze und Gebote von Gott zu halten.
Da ist nicht ein einziger, nicht ein einziger, der es schaffen würde von sich aus.
Eigentlich könnte Gott seinen Laden doch zuschließen, wenn er wie in Psalm 15 solche Vorgaben
macht und machen lässt von David.
Jesus sagt sogar, dass es ein Haus im Himmel gibt, dass viele, viele Wohnungen hat und viele
Wohnungen für Menschen bereithält.
Auch bei der größten Wohnungsknappheit wird dieses Haus wohl offensichtlich immer leer bleiben oder
nur von ganz, ganz wenigen bewohnt werden.
Das ist doch eigentlich ganz traurig, sinnlose Arbeit mit einem riesengroßen Haus was für Christen,
Juden ja für Menschen bereitstehen soll……
Darüber habe ich lange nachgedacht!
Und ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich so dankbar bin, im Heute und im Hier und im Jetzt zu
leben.
Warum? Denn zu Zeiten des Psalms (Schreibens), wo er geschrieben worden ist, war Jesus Christus
noch nicht auf dieser Welt gewesen.
Den Psalm 15 ohne das Wissen, was Jesus Christus gesagt hat, das wäre für mich ein absolutes
Desaster.
Ich wäre tatsächlich am Psalm 15 nicht nur gescheitert, sondern auch verzweifelt.
Denn Jesus sagt: ….wenn du an mich glaubst und du mir freiwillig sagst.:
Jesus hier bin ich und nimm mich so wie ich bin, so hinterhältig wie ich bin so schlecht wie ich bin, so viel
lügen wie ich verbreite ja all das Schlechte…. Jesus nimm mich so wie ich bin.
Wenn du diesen Satz einmal gesagt hast und so die Hosen heruntergelassen hast
….Wenn du das einmal getan hast….
So ist der Weg zu Gott und der Weg ins Himmelreich und der Weg in deine Wohnung bei ihm frei.
Jesus hat uns Menschen mit seinem Kommen, einen ganz anderen Part für die Eintrittsmöglichkeiten
eingerichtet.
Jesus hat die Kaution gestellt und die Miete auf Lebenszeit bezahlt für die Wohnung bei Gott in seinem
Zelt, in seinem Haus, ja in seinem Himmelreich…………….
Mit seinem Gang und das Kreuz von Golgatha hat er alles für mich und für dich schon erledigt.
Warum hat er das gemacht?
Das wird mir durch Psalm 14 und 15 ganz klar………….
Jesus wusste genau, dass nicht ein einziger Mensch von Gott und vor Gott bestehen kann. Kein Mensch
kann jemals vor Gott bestehen, weil wir ALLE von Haus aus einfach nur schlecht sind.
Darum am Ende, meine Aussage und als absolutes Fazit des Psalm 15.
Also nichts wie hin zu Jesus Christus und offen und ehrlich zu ihm ja sagen…Jesus hier bin ICH…!!!!!
Denn wer das tut der wird niemals mehr Wanken, und so lautet auch der letzte Satz in Psalm 15.
Du wirst niemals mehr wanken oder wankelmütig sein und wenn du das bist, wird dir Jesus dabei
heraus-helfen.
Also ich weiß ganz bestimmt wo ich wohnen will und werde…
Weißt du es auch? Zweifle nicht an dir, auch wenn du schon Christ bist. Jesus hat das meiste für dich
schon erledigt!!!
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.