Predigt zu Psalm 11:

Predigt zu Psalm 11:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns Allen.

Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im AT, bei

Psalm 11.

Unter Gottes Schutz in Sicherheit!

Das sichere Haus!

So habe ich heute die Überschrift gewählt. Irgendwo in jedem Film / Krimi, der irgendwie etwas mit Politik oder höhergestellten Menschen zu tun hat, gibt es das sogenannte Safe House, das geschützte Haus.

Ein Haus, was sicher ist und wo man vor einem eventuellen Angriff geborgen ist.

Ist man das wirklich? Gibt es Häuser, in denen man sich vor Angriffen sicher sein kann? Gibt es irgendwo auf der Welt wirklich einen Punkt, wo man so richtig absolut sicher ist?

(Pause!)

David beschreibt in Psalm 11., solch eine Art Notsituation.

Er muss fliehen und soll sich in die Berge zurückziehen.

David stellt uns in Psalm 11, die derzeitige Situation komplett vor.

Auch die Situation, in der er lebt, stellt er in Frage.

Das kann man heute auch machen…..

Mit Worten wie:

  • Kann der Gerechte überhaupt noch etwas ausrichten und machen?
  • Es wird auf gerechte und redliche Menschen sowie auf die Gottesfürchtigen Menschen geschossen (der Bogen ist schon gespannt)
  • die Grundfesten also die Fundamente, die sind am wanken (man könnte das Vergleichen mit der verlorenen Demokratie und die Grundwerte die am wanken sind)

Doch David weiß auch, Gott sieht alles und sitzt auf seinem Thron und hält Ausschau nach seinen Menschen.

So steht es in Psalm 11.

Gott, er prüft die Menschen, wie sie sich verhalten. Zug um Zug wird es in Psalm 11. verglichen mit Gläubigen und Ungläubigen.

Gott hasst alle, die mit Gewalt zu tun haben und diese verüben (das gefällt mir)

Und dann kommt für mich der Satz, der mir richtig und absolut gefällt!

Da passt der Ausspruch:,, Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht!”

Der Satz in Psalm 11. sagt aus: ,,Er lässt Blut und Asche regnen auf die Böswilligen und Ungerechten!“

Wunderbar, Gott übt Rache an den ungerechten und den böswilligen Menschen. Leider liegt der Zeitplan allein in Gottes Hand, das wünsche ich mir heute schon mal öfter.

Und dann ist der Schlusssatz in Psalm 11, mit den Worten:

Der Herr ist gerecht, er ist ein Freund der Gerechtigkeit.

Die Redlichen, also die Anständigen, werden sein Antlitz schauen und bei Gott in Sicherheit wohnen!

(Pause!)

Und was hat das nun mit dem sicheren Haus zu tun?

Für mich ist dieser Psalm eine absolute Beruhigung und ein sicheres Haus!

Bei all den Ungerechtigkeiten, die diese Welt zu liefern und zu bieten hat, weiß ich, dass Gott für mich wie ein sicheres Haus und ein sicherer Hafen ist.

Du bist heute vielleicht in einer großen Stadt oder in freier Natur und bist trotzdem sicher bei Gott.

Egal wo du bist, egal was du bist, Gott ist sicher! Sicher, und du kannst dich sicher fühlen. Das vergleiche ich mit einem sicheren Haus.

Natürlich nicht zuletzt der Schlusssatz in Psalm 11. ….wir können in Geborgenheit bei Gott wohnen und uns sicher fühlen!!!!!

Viele Menschen wissen, dass ich mal einige Zeit in Island zugebracht habe. Wenn du einmal wirkliche Einsamkeit und Ruhe kennenlernen willst, dann fahre einfach mal dahin.

Es gibt zwei Arten von Menschen!

Die einen kommen auf die Insel und werden feststellen, dass ist nichts für mich und wieder andere möchten dann am liebsten für immer bleiben.

Ganz klar, ich gehörte / gehöre zu den Letzten.

Egal wie unwirtlich und wie rau dieses Land ist, aber ich habe mich noch niemals, noch niemals unsicher gefühlt.

Trotz dieser Wildnis, trotz der unzähligen Wetterzonen und Kapriolen habe ich niemals das Gefühl gehabt, schutzlos zu sein!!!!

Als ich vor einigen Jahren einmal einige Zeit auf einem Fischkutter angeheuert habe, entdeckte ich bei solch einer Arbeitsfahrt ein einsames Haus auf irgendwie, einer nichts sagenden, kleinen Insel.

Die Fischer meiden diesen Ort, weil wohl früher dort einmal Menschen gelebt haben und die Insel aufgegeben worden ist??

Das war natürlich genau meins!

Da wollte ich etwas Genaueres über das Haus und die Insel wissen. Haben dort tatsächlich Menschen auf dieser Insel gelebt, bis vor ca. 300 Jahren.

Ja, Sie haben gelebt, vom Vogelfang und vom Fischfang.

Dann wurde die Insel aufgegeben, denn Sie waren der Meinung, dass die Jagdgründe in anderen Gegenden besser wären!

Doch das war ein Trugschluss.

Irgendwann in den 50er Jahren wurde dort ein Haus gebaut.

Neu gebaut für eine Jagdgemeinschaft. Die Menschen dort sagen, es wäre das einsamste Haus auf der ganzen Welt.

Ich dachte und denke heute immer noch daran, ist hier auch Gott?

Ist hier in dieser absoluten Einsamkeit, ist da nun auch Gott auf dieser entlegenen Insel der Westmeier Inselgruppe?

Ist es hier sicher in dieser absoluten Einsamkeit?

Ist das gleichzeitig nicht nur das einsamste und das sicherste Haus der Welt?

Man braucht ein stabiles Boot, um auf diese Insel Elliray (die Isländer verzeihen mir bitte meine Aussprache) zu kommen.

Vor über 300 Jahren wurde die Insel wie gesagt aufgegeben als Jagdgebiet. Und es gibt heute die unterschiedlichsten Geschichten darüber.

Ich glaube, ich habe mindestens die Hälfte schon gehört.

Damals habe ich unseren Kapitän gebeten, noch einmal eine Runde zu drehen, damit ich diesen weißen Punkt (das Haus) in einem satten Grün noch einmal sehen kann.

Ein weißes Haus in sattem Grün auf einer einsamen Insel, weithin sichtbar ich!!! Ich werde diesen Anblick niemals vergessen!

Da ist dieses Haus! Scheinbar Gott verlassen und doch irgendwie strahlt dieses Haus Sicherheit und Geborgenheit aus.

Auf einer kleinen Insel. Ich habe Island mit all seinen Facetten sehen und kennenlernen dürfen und ich weiß, es gibt glaube ich fast kein sichereres Land auf der ganzen Welt als Island. Und doch frage ich mich, bei einem solch sicheren Umfeld ist hier auch Gott? (Der braucht doch gar nicht da zu sein!!!)

Ich habe meine Erfahrung mit diesem Land gemacht. Sobald du diese Insel betrittst, beginnt eine andere Uhr zu schlagen und eine andere Zeitrechnung bricht an. Irgendwie rutscht das ganze Weltgeschehen ziemlich weit ins Abseits.

Sorgen und Nöte verschwinden. Unendliche Weite, Ruhe, frisches Wasser, unendlich saubere Luft und nur du und Gott.

Ich dachte immer, dieses Gefühl gibt es nur auf dieser Insel, auf Island!

Doch habe ich festgestellt, genau dieses Gefühl, diese unendliche Weite, diese Ruhe, diese Zufriedenheit, die gibt es auch in Berlin, Köln, Rostock und in jedem kleinen Kuhdorf auf dieser Welt.

All die Erfahrung bei allen Wetter Widrigkeiten und bei allem was mich so sehr beschäftigt hat, das ist mir dort zum ersten Mal abhandengekommen.

Auf Island. Und dann habe ich diese Sehnsucht entwickelt, weil ich meinte, dass es nur in diesem Land ist.

Doch das ist falsch………………………

Bestimmt werden jetzt einige sagen, ich wohne in Köln, Rostock, Frankfurt Innenstadt, da bekomme ich dieses Gefühl nicht!

Ich sage dir, auch dort bekommst du genau dieses Gefühl, dieses Gefühl sicher zu sein, dieses Gefühl geborgen zu sein in einem sicheren Haus, egal wo Du auch gerade bist!!!!

Dieses Gefühl, das nur Gott schafft.

Wenn du heute im Krach der Großstadt stehst, du in dem voll gequetschten Bus oder U-Bahn bist, verschafft ihr Gott dieses Gefühl von Frieden, von Weite und Sicherheit und Geborgenheit.

Diese Erfahrung habe ich kennengelernt. Diese Freiheit wie dieses Haus auf dieser unwirtlichen Insel im Süden von Island.

Zum Ende!

Nein, du musst nicht in die Berge fliegen wie David!

Und nein, du musst dich nicht ängstigen!

Flucht ja, fliehe hin zu Gott und bitte um Einlass in sein sicheres Haus!

Und Du und deine Seele wirst sicher sein ein Leben lang.

Du wirst wohnen im sichersten Haus der Welt.

Du, der du jetzt in Berlin, Rostock auf dem Dorf oder sonst so lebst, du bist und wirst sicher sein und das Gefühl von Frieden und Weite haben.


Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

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