Predigt zu Offenbarung 1,9-18:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im NT, bei
Offenbarung 1, 9-18
Schlüsselerlebnisse (der Auftrag!)
Predigttext heute aus der Offenbarung, dem letzten Kapitel in der Bibel im Neuen Testament.
Was ist die Offenbarung? Die Offenbarung ist eine Vision oder auch ein Traum von Johannes.
Ich denke, dass die Offenbarung wohl das umstrittenste Buch der ganzen Bibel ist.
Keine Ahnung, wie viele Theologen gerade über diesem Buch und dem Studium dieser Verse ihren
Glauben, ja darüber verloren haben. Zahlen darüber gibt es nicht.
Ich denke, dass es Menschen gibt, die einen richtig guten Zugang zu diesem Buch der Offenbarung
haben.
Wahrscheinlich sind es aber auch nicht sehr viele.
Ich gehöre nicht dazu. Die Offenbarung in ihrer Komplexität ist für mich ein Buch mit sieben
Siegeln, im wahrsten Sinne des Wortes…….
Das Buch der Offenbarung als komplettes Buch kann ich so nicht verstehen. Darum bin ich froh,
wenn der Predigttext nicht aus diesem Buch kommt.
Nur einen Bogen möchte ich auch nicht darum machen, denn dann würde ich ja anfangen, die
Bibelstellen herauszusuchen, über was ich erledigen möchte. ..
Also was ist heute los im Predigttext?
Johannes beschreibt, dass er von einem Geist ergriffen worden ist, der, wie sich dann herausstellt,
Jesus Christus in Person ist.
Der größte Teil des Predigttextes beschreibt das Aussehen von Jesus Christus als Person.
Für mich ist dieser Predigttext erst ab dem Vers 17 interessant, denn da lese ich ganz klar die
Kernaussage des Textes. Und das Schöne ist, hier redet Gott, Jesus Christus selbst.
Hören wir den Predigttext aus der Offenbarung 1, 9 – 18
Wenn man es genau nimmt, ist es tatsächlich nur ein Satz:
,,.. fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, nun lebe ich in
alle Ewigkeit und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt….
Jesus outet sich ganz klar als Gott über alles und allem, der auch die Gewalt über allem hat.
Und er hat ja auch ganz klar die Schlüssel für die Tür und die Tore zur Unterwelt.
Das ist schon echt etwas gruselig.
Jesus ist der Erste und der Letzte und entscheidet, was einmal aus dir wird. Himmel oder Hölle, er
allein hat die Macht darüber.
Das hängt irgendwie alles und klingt irgendwie alles so irreal und so unglaublich.
Doch ist es auch für mich immer mehr zeitgemäß, als sonst irgendetwas auf dieser Welt.
(Pause!)
Thema Schlüssel.
Wir alle haben schon einmal seinen Schlüssel in der Hand gehabt.
Es gibt wohl kaum einen Menschen, der noch nie in seinem Leben einen Schlüssel in der Hand
hatte.
Wenn man sich so überlegt, wollen wir immer.:
alles wegschließen,
einsperren,
sichern und
in jedem Fall vielleicht sogar etwas verbergen.
Schlüssel haben oder können auch eine ganz andere Bedeutung haben.
Da sind die sogenannten Schlüsselerfahrungen!
(z.B. keiner von uns weiß wie Strom aussieht oder wie Strom sich verhältst, wenn man nicht
tatsächlich mal an einer Steckdose oder an einem Weidedraht mal einen Gewischt bekommt…)
Schlüsselerlebnisse, da sind Wege in unserem Leben verschlossen. (wir wollen mit alle Gewalt
irgendetwas, doch irgendwie scheint es nicht voranzugehen. Ein neues Auto ein neues Haus eine
Partnerschaft und irgendwie funktioniert nichts)
Heute weiß ich, dass auch Sicherheit dazu gehört!
Mit Sicherheit sind Türen zu. Zur eigenen Sicherheit, zu unserer Sicherheit.
Flugzeugtüren, Autotüren, Schiffstüren, usw., also meine Sicherheit an dieser Stelle ganz klar an erster
Stelle…………
Und dann brauche ich wiederum auch Schlüssel oder eine Schlüsselkarte, um mir irgendwo Zutritt
zu verschaffen.
Schlüssel begleiten uns das ganze Leben.
Bei solchen Sätzen, bei solchen Gedanken kreisen mir immer wieder Situationen in meinem Leben
durch den Kopf. Situationen, wo Türen und Wege verschlossen waren, was ich im Nachhinein sogar
teilweise als Segen herausgestellt hat.
Im ersten Augenblick tut es weh, wenn irgendwelche Wege und Türen verschlossen sind. Und im
Nachhinein war es ein Segen und gut, dass es so war.
Ich denke an einen Krankenhausaufenthalt vor 4 Jahren.
Eigentlich war irgendwie alles schon zu spät unterwegs für eine OP war schon verbaut und nicht
mehr händelbar.
Meine Schuld.
Ich habe zu lange gewartet, weil alle anderen Dinge irgendwie wichtiger waren.
Und nun zu spät eigentlich wollte keiner mehr diesen Darmkrebs operieren. Ende aus vorbei.
Tür zu Ende der Fahnenstange.
Und doch öffnete Gott mir wieder eine Tür, indem er mir einen Arzt schickte, der es gewagt hat mich
zu operieren.
Als dann wenige Tage später die Tür vom Krankenzimmer zu viel, wusste ich, dass hier wird nicht
einfach werden.
Da waren mehrere Operationen mit vielen Wochen Krankenhausaufenthalt die auf mich zukamen.
Bis hin zu einer Palliativversorgung….
Und doch hatte ich keine Angst.
Das Krankenzimmer war zu und an der Tür ein Schild ,,Besucher haben sich erst einmal
anzumelden”.
Dann ein Leben wochenlang nur in Morphiumdusel und alles wurde so ruhig. Tief im Inneren wusste
ich, dass mein Leben zu Ende gehen würde.
Ich wusste aber auch, am Ende meines Lebens steht für mich die Tür offen, denn jemand hat auch
den Verteilerschlüssel für mein Leben.
Ich war bereit und ich hatte keine Angst.
Es wurde wieder anders, auch Dank an meine Schwester, die eine Gruppe von Menschen organisiert
hat, die für mich gebetet haben.
Das habe ich allerdings erst viel später erfahren. Im Nachhinein da war es wirklich wieder alles ganz
anders.
Ja, ich wurde wieder gesund und ich bekam den Auftrag weiter zu machen.
Weiter zu machen aufgrund dieses Schlüsselerlebnisses und den Auftrag, weiterhin Jesus Christus zu
verkünden. Deswegen stehe ich heute hier.
Was wäre es denn auch, so denke ich heute, wenn man so etwas erlebt und überlebt hat und damit
keine Chance hätte, davon zu berichten.
Nicht die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, und jedem zu erzählen, wie großartig und wie groß
unser Gott ist.
Also sehe ich ganz klar, es ist als mein Auftrag Menschen zu erzählen, was Gott, was Jesus Christus
für mich getan hat.
Zu erzählen, dass er tatsächlich alle Fäden und alle Schlüssel in der Hand hält.
Auch die Schlüssel zu deinem Leben und im Blick hat er auch die Schlüsselerlebnisse in deinem
Leben.
Zum Schluss!
Wenn du auch solche Dinge im Leben erlebt hast. Wenn du es erlebt hast, bewusst oder unbewusst,
dass Gott auf dich aufpasst oder auch nicht, dann berichte davon und Schrei es hinaus in die Welt,
wie groß Gott ist.!!!!
Denn schließlich lautet auch heute der letzte Satz im Predigttext und den möchte ich zitieren:
,,Schreib auf was du gesehen hast, was ist und was danach geschehen wird….
Dieser Satz dieser letzte Satz im Predigttext, der prägt maßgeblich mein Leben.
Da lautet klar der Auftrag…Schreibe auf, Rede, Predige oder Singe es was du alles mit Gott erlebt hast
und wo er dir zur Seite gestanden hat.
Zur Seite gestanden hat sichtbar oder unsichtbar also dein Auftrag: Schlüsselerlebnisse mit Gott zu
verbreiten!
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.