Predigt zu Matthäus 3, 13-17:

Predigt zu Matthäus 3, 13-17:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des
Heiligen Geistes sei mit uns Allen.

Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im NT, bei Matthäus 3, 13-17
Das Thema Taufe! (Eigentlich sollte ich….)

Im heutigen Predigttext machen wir einen Zeitsprung von ca. 30 Jahren.
Also Jesus hat die Krippe von Betlehem verlassen und ist ein erwachsener Mann geworden.
Jesus geht zum Jordan um sich von Johannes, der ungefähr so alt ist wie Jesus, um sich dort
taufen zu lassen.
Und da ist es genau wieder dieses Thema: Taufen!
Wann ist es denn nun richtig? Taufe als Kind, Jugendlicher, oder Erwachsener!?
Das ganze Thema Taufen erhitzt heute immer und immer wieder Gemüter!
Taufen die Frage bleibt, was ist denn nun richtig?
Diese Frage beschäftigt nicht nur die Kirchenkreise und Gemeinden, ja das geht sogar so
weit, dass es in der eigenen Familie immer wieder diskutiert wird. Kind, Jugend oder
Erwachsenentaufen.????

Hören wir den Predigttext aus Matthäus 3,13 – 17

Man könnte heute zurecht fragen, wo ist denn nun heute am ersten Sonntag nach
Epiphanias nun die Botschaft?
Was will der Text von mir, was will der Text von uns, was will er uns sagen?
Wo soll denn nun die Reise hingehen?
OK, Jesus wird getauft!
Johannes will das nicht, weil er weiß dass Jesus weit über ihm steht und Gottes Sohn ist!
(Beispiel mit dem Schnürsenkel zu binden)
Dann tauft Johannes ihn doch.
Und darüber freut sich nicht nur Johannes, sondern auch Gott als Vater von Jesus Christus
selbst.
Er lässt in Form einer Taube sein Wissen und seinen Heiligen Geist auf Jesus herabkommen.

Und damit wäre eigentlich schon fast alles gesagt zum Predigttext. Ist das so, oder steckt da
,,heute,, oft noch viel mehr dahinter als damals zu Jesus Zeiten?
Ist es wirklich so, dass die Taufe heute eine andere ist als damals?
Heute gibt es viele Menschen, die absolute Verfechter von Erwachsenentaufen sind.
Es gibt aber auch die Kategorie, die sagen, als Jugendliche getauft zu werden ist richtig.
Also im vollen Bewusstsein JA zu Jesus Christus zu sagen.
Und da sind dann noch die, die alte Schule oder Oldschool gesagt, die der Meinung sind
Kinder die gehören in den ersten Lebensmonaten getauft.
Im Übrigen möchte ich sagen, ich gehöre zur letzten Kategorie, und ich halte die Kindstaufe
immer noch für die bessere Lösung.
Warum, dazu werde ich jetzt einiges sagen.
Diese drei Kategorien: Taufe als Erwachsener, Jugend oder Kind…. Oder Säuglingstaufe…
Diese würde ich zusammenfassen in zwei Kategorien, nämlich.:
 in die Taufe des vollen Bewusstseins,
 also Jugend oder Erwachsenentaufe und
 die Taufe als Säugling und Kind.

Diese zwei Ansichten würde ich jetzt ganz gerne einmal näher beleuchten.
Zuvor Grundsätzliches!!
Es gibt in dieser Sache wohl tatsächlich kein Richtig oder Falsch.!!!
Getauft zu werden im Jugend,- Erwachsenenalter oder im Auftrag der Eltern im
Säuglingsalter.
Das Wichtigste ist, dass wir JA sagen, JA sagen zu Jesus Christus und zum christlichen
Glauben.
Und das ist wichtig, am besten jeden Tag und immer wieder NEU.
Eine bewusste Einstellung zum Glauben ist also oberste Priorität und es ist die
Grundvoraussetzung für ein christliches Leben……
Nun stellt sich ganz klar die Frage, wenn wir den Begriff der Erwachsenentaufe aufgreifen,
was passiert eigentlich mit den Zeiten zuvor?
Was ist denn mit dem Kindesalter??? Berufen wir uns dann einfach auf den Satz von Jesus
Christus, der das sagt: ,,Lasset die Kinder zu mir kommen denn ihm gehört das
Himmelreich!?”
Reicht das?

Oder berufen sich diese Menschen darauf, dass Jesus auch erst mit ca. 30 Jahren getauft
worden ist?????
Natürlich, verstehe ich ganz klar die Einstellung von Menschen, die sagen, ich möchte selber
entscheiden, ob ich Christ bin, ob ich glaube oder nicht….
Jetzt schauen wir mal in die andere Kategorie!

Ein Kind zu taufen nach der Geburt, halte ich zunächst einmal für sehr wichtig.
Ein Kind unter Gottes Schutz und Segen zu stellen, besser geht es nicht.
Unter den Segen Gottes und im Bewusstsein durch die Eltern, die sich ihrer Verantwortung
für ihr Kind stellen.
Eltern, die ihr die Verantwortung teilen wollen und den Segen Gottes erbitten. Einfach
Perfekt.
Die Kritiker wiederum sagen, ich bin als Kind nicht gefragt worden, ob ich getauft werden
wollte oder nicht! Ohne Frage, das stimmt. Meine Antwort darauf ist immer dieselbe, wenn
ich solche Sätze höre: ,,Den Segen, den du als Kind bekommen hast, den hast du schon
einmal!”
Natürlich kommen dann weitere Argumente von diesen Menschen die da sind:
 Selbstbestimmungsrecht
 im klaren Bewusstsein
 ich möchte gefragt werden
 ich will kein Christ sein
 bis hin zur Nötigung
 und so weiter
Wenn auch etwas überspitzt, so halte ich diese Argumente für wichtig und man sollte sie
nicht ohne weiteres einfach so abtun.
Ja, Sie werden auch etwas übertrieben und spitzfindig vielleicht, nur sie sind sie sicherlich zu
verstehen!!!

Einen Entschluss, den ich für mich gefasst habe, kam mir vor einigen Jahren bei einer Taufe
eines Erwachsenen Mannes, weil mich diese Frage permanent auch beschäftigt hat.
Dieser Mann wurde als Kind getauft und danach ist sein Leben alles andere als glücklich
verlaufen……
Da waren Drogen, Alkohol bis hin, dass sein Leben nur noch an einem seidenen Faden hing.

Und dann auf einmal knallte Jesus in sein Leben! Alles wurde ganz anders, ganz NEU und hat
sich um 180 Grad gedreht……!!!!
Heute hat er eine Frau und eine Familie. Sein Wunsch war nun bewusst JA zu sagen zu Jesus
Christus und sein Leben und das ganze Drumherum von ihm führen zu lassen und unter
seinen Segen zu stellen.
Soll man dann sagen, ach NEIN, du bist schon getauft, das sollte dir schon reichen!?
Soll ich den Mann mit seinem Wunsch wegschicken, nur weil er als Kind, übrigens ungefragt
und ……jetzt kommen alle anderen Argumente zum Tragen, getauft worden ist????

Nein! Ich bin der Meinung, wir dürfen unser Leben unter seinen Segen und unter seinen
Schutz stellen und das auch zweimal.
Zum einen den Wunsch von Eltern zu respektieren, die ihr Kind taufen lassen wollen, denn
warum gibt es auch heute noch bei Krankheit oder bei Unfällen eine sogenannte
Nottaufe??????
Und zum zweiten dürfen wir selbst und unter vollem Bewusstsein uns noch einmal taufen
lassen und getauft werden.
Ganz klar ist es meine Meinung und ich bin der festen Überzeugung, dass Jesus nichts
dagegen hätte.
Hauptsache du gehörst zu ihm und du bleibst bei ihm und Gott schickt dir in dein Innerstes
eine Taube. Gott sagt ja zu dir mit den Worten.:
,,Du bist mein geliebter Mensch, den ich geschaffen habe, ich möchte Freude an dir haben!”
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre
unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

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