Predigt zu Matthäus 25, 1-13:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im AT, bei
Predigt, zu Matthäus 25, 1-13
Party ohne Dich!!???
Party ohne dich…!!!???
…. oder du weißt nicht, wann es passiert!
Der Predigttext von heute erinnert mich an meine früheste Jugend. Disco, zum Tanz gehen und
abends weggehen.
Da war es in der DDR schon so, als du zu spät kamst standest du vor der Tür und musstest warten, bis
wieder Menschen die Lokalität verlassen haben, damit sie die Ordnungsgruppe dich dann wieder
hereingelassen haben.
Zu Hause rumgetrödelt, der Fußweg bis zur Lokalität zu lang, was auch immer, wenn 19.00 Uhr
Einlass war und du standest nicht um 19 Uhr dort vor der Tür, dann läufst du Gefahr, dass du sehr
lange wartest.
Später war das doch etwas einfacher. Da hatte man schon so seine Beziehungen.
Da kannte man den von der Ordnungsgruppe, da kannte man den Betreiber, da machte man schon
hier und da so seine Geschäftchen, da war das mit dem Einlass gar nicht mehr so schlimm, da gab
man den entsprechenden Menschen einen Wink und schwuppdiwupp, da kam man an den meisten
Menschen vorbei und kam hinein zur Party, auch wenn man zu spät war….
Was hat mein Bericht aus frühester Jugend mit dem Predigttext zu tun?
Wir wussten damals ganz genau, wenn wir zu spät kamen, was dann passierte. Heute im Predigttext
erzählt uns Jesus Christus, dass wir weder den Zeitraum noch den Tag wissen, wann etwas passiert.
Im heutigen Predigttext wird von zehn Frauen gesprochen!
10 Frauen, die eine Aufgabe hatten. Die Hälfte von ihnen, von den Frauen, war klug und die andere
Hälfte ….nach ihr könnt euch es schon vorstellen!!!!
Offensichtlich handelt es sich bei diesem Gleichnis von Jesus Christus um eine Art Brauchtum.
Brauchtum oder ortsübliche Gepflogenheiten.
Es ging darum einen Bräutigam auf dem Weg zu seiner Frau den Weg bzw. seinen Fußmarsch zu
beleuchten.
Fünf von den Jungfrauen waren clever und haben Ersatzbatterien oder Petroleum oder Öl
mitgenommen.
Und die anderen hatten auf die lange Lebensdauer ihre Lampen gehofft. Ganz klar der Bräutigam hat
sich verspätet und letztendlich ist den Damen der Strom ausgegangen.
Aber nur fünf von Ihnen.
Ich frage mich ernsthaft was soll der Text am Ewigkeitssonntag?
Am Totensonntag für eine Bewandtnis haben? Es ist Ende November, alles ist grau in grau und es ist
beim besten Willen nicht schön draußen und wir werden im Gottesdienst heute noch Menschen
vorlesen, die gestorben sind?
Hören wir nun den Predigttext aus Matthäus 25,1 – 13
Was ich aus diesem Text lese ist die Tatsache, dass wenn du es verbimmelt hast, dann ist die Tür
zu….
Das lese ich ganz klar hier heraus.
Jesus nimmt ein Beispiel mit den Jungfrauen für unser aller Leben.
Und ich sehe ganz klar zwei unterschiedliche Menschen Muster.
Da sind zum einen die Klugen, die sich auf alles vorbereitet haben und vorbereitet sind.
Sie sind auf das vorbereitet, was kommen muss, nämlich auf den Bräutigam. Sie sind gewappnet
und sie sind sich sicher, egal was kommt, wir sind auf der sicheren Seite……
Mit dem Bräutigam ist es ja nun ganz klar Jesus Christus gemeint.
Jesus Christus und sein Wiederkommen auf dieser Welt.
Alle Menschen, die an den Glauben, die Jesus als ihren absoluten Chef anerkannt haben und zu ihm
beten und zu ihm halten. Das sind eindeutig die klugen Jungfrauen.
Es sind die, die für alle Fälle gewappnet sind, denen kann nichts mehr, gar nichts mehr passieren,
auch nach dem Tod nicht.
Sie werden eingelassen zur Party!
Diese Menschen, die mit Jesus Christus ins Himmelreich einziehen werden und danach, danach so
schreibt es die Bibel ganz eindeutig, ist die Tür zu….
Und dann sind die anderen.
Die echt Doofen.
Die, die immer alles auf die lange Bank schieben.
So mit den Worten:
was will ich mit dem Glauben,
was will ich mit Jesus Christus,
was will ich mit Gott,
was will ich denn mit dem Heiligen Geist?
Ich gehe an Weihnachten und Ostern zur Kirche und das muss erstmal genügen.
Da kommen Sätze.:
die Kirche kann mich mal
die macht eh nur Blödsinn mit meinem Geld,
Missbrauchsskandale,
Politik Arschkriecherei,
und so weiter.
Das mag zwar alles stimmen, nur dabei ist ganz klar ein großer Denkfehler.
Es stimmt, die Kirche braucht kein Mensch!!!
Den Glauben an Jesus Christus braucht man aber zum Leben und vor allen Dingen zum Überleben und
zum Einlass ins ewige Leben.
Jesus Christus mahnt mit diesem Text ganz eindeutig an, nicht alles im Leben auf die lange Bank zu
schieben.
Bis zum Rentenalter aufzuheben, so nach dem Motto.:
,, Ja, wenn ich alt bin und Rentner bin, kann ich mich immer noch zum Glauben bekehren.”
Damit meint er (Jesus) du weißt nicht wann es Zeit ist, du weißt auch nicht wann der Tag kommt,
also sei vorbereitet.
Das haben wir jetzt eindeutig aus dem Predigttext gehört.
Jesus Christus meint mit dem Text, dass wir so leben sollen, dass jeder Tag unser letzter Tag ist und
dass es jetzt im Augenblick der Tag sein wird, an dem unser Leben zu Ende ist!!
Oder: Der Tag seines Wiederkommens unmittelbar vor der Tür steht.
Wir sollten den Tag der Entscheidung, zu ihm zu gehören, zur Jesus-Partei zu gehören, ja nicht
aufschieben.
Eines Tages wird er vor der Tür stehen oder es wird der Tod vor der Tür stehen!
Vor der Tür stehen und wir müssen dann wohl draußen bleiben. …
Und ich möchte niemals, niemals den Satz von Jesus Christus hören, wenn ich vor der Tür stehe: ,,ich
kenne dich nicht, was willst du hier!?”
Niemals möchte ich den Satz hören.:,, keine Ahnung wer du bist, das wäre der absolute Super-GAU
für dein für unser aller Leben.“
Das willst du nicht, das wollen wir nicht.
Du willst nicht.:
draußen in der Kälte stehen,
vielleicht gut gekleidet,
mit tollem Auto und
dicken Portemonnaie.
Wenn ich mir vorstelle, du hast die besten Klamotten an, hast vielleicht toll gelebt und nun
wird es kalt.
Du stehst draußen und die Party findet ohne dich statt.
Was für ein Desaster.
Ich erinnere mich, wie oft ich vor der Tür gestanden habe, mit guten Klamotten und wollte
hineinkommen zur Party und ins Warme und ich musste draußen bleiben……
Und heute ist der Ewigkeitssonntag im Volksmund der Totensonntag….
Wer von euch hat im vergangenen Kirchenjahr einen Menschen verloren?
Wir wollen an alle Verstorbenen denken!
Waren diese Menschen vorbereitet?
Wussten Sie, dass sie sterben werden?
Kam der Tod überraschend?
Oder doch eher Erwartend und Geplant?????
Findet die Party bei den Menschen, die gestorben sind statt, oder stehen sie vor der Tür und dürfen
sich den Satz anhören,…… Wer bist du????
Wir wollen einen Augenblick still sein und an die Menschen denken, die wir verloren haben.
Wir wollen an die Menschen denken, deren Tod wir zu beklagen hatten und haben.
Wir wollen still sein und auch über unser Leben nachdenken, ob wir bereit sind, unseren Schöpfer
heute hier und jetzt gegenüberzutreten!
Wenn ich sterbe, wenn wir sterben, dürfen wir rein zur Party der Jesus-Christus-Partei?
Darf ich rein oder stehe ich vor der Tür?
Habe ich all meine Beziehung spielen lassen, um noch so viele Menschen wie möglich mit hinein zu
schaffen zur Party bei Jesus?
Das ist das, was ich mich frage!
Ich frage mich, wie damals, als ich zur Disco ging und Be-ziehungen hatte, habe ich nur an mich
gedacht????
Oder habe ich auch noch Menschen mit hineingenommen in Bezug auf Jesus Christus!??
Habe ich mein Leben dazu verwendet, Menschen zu Jesus Christus zu bringen, um auch anderen
Menschen Einlass zu gewähren????????????????
Wir wollen Stille sein.
Stille!
Lasst uns für unsere Verstorbenen beten!
Dafür beten wir, damit auch wir rechtzeitig und gut vorbereitet sind, wenn auch der Tod in unser
Leben tritt. Lasst uns mit unserem eigenen Tod rechnen und lasst uns alles dafür sorgen, dass auch
wir mit rechtzeitig und pünktlich zur Party erscheinen dürfen.
Im warmen, im ewigen Leben bei Jesus Christus. Denn wir wissen weder Zeit noch Stunde, wenn es
soweit sein wird.
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.