Predigt zu Markus 3, 31-35:

Predigt zu Markus 3, 31-35:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im NT, bei
Markus 3, 31-35
Eine ganz neue Familie..!?!

Der alte DDR-Witz.
In der damaligen DDR und der Sowjetunion gab es ja eine mehr oder weniger erzwungene
Freundschaft. Mehr noch, wir mussten die Sowjetunion als unsere Brüder akzeptieren und
bezeichnen. Daraus entstand dann die Frage:,, Was ist der Unterschied zwischen einem Bruder und
einem Freund?” Na was wohl? Na den Freund, den kannst du dir raussuchen und den Bruder den
haste automatisch.

Spaß beiseite. Der heutige Predigttext sehr kurz und knackig! Zum Text und direkt in meiner Bibel,
handschriftlich von mir eingetragen, ein Zitat, was da lautet: „ganz schön hart von Jesus!”
Hören wir den Predigttext aus dem NT Markus 3, 31 – 35

Da steht die Mutter von Jesus vor der Tür und seine Geschwister und kommen an Jesus Christus
nicht dran. Die Halle ist voll, denn der Superstar Jesus Christus ist im Ort.
Jesus Christus wird ausgerichtet.: ,,deine Mutter steht da draußen und fragt nach dir.”! Und Jesus,
der antwortet eher fragend und laut.:
,, Wer ist eigentlich meine Mutter und wer sind eigentlich meine Brüder?“
So nach dem Motto, die (Mutter und Geschwister), kenne ich nicht.!!!!!
Ist diese Äußerung nicht zu hart, zu arrogant, irgendwie herzlos? Bei der eigenen Familie da hört
doch der Spaß auf. Ganz ehrlich.
Keine Ahnung, wie ihr es seht, aber ich finde das herzlos und sehr hart von Jesus. Keine Ahnung, wie
du das siehst, ob du so über deine Mutter und über deine Geschwister urteilen würdest. Bei der
Familie würde Spaß aufhören, bei mir!!
Blut ist dicker als Wasser. So sagt es der Volksmund.
Da ist mir damals, als der Text mir zum ersten Mal bewusst geworden ist,… da ist es mir das mit
diesem Jesus etwas zu weit gegangen.
Ganz ehrlich, ich verstehe oder ich verstand, Jesus Christus da nicht. Um es auf den Punkt zu bringen,
habe ich mich geärgert, als ich ihn das erste Mal bewusst gelesen habe…..
Tatsächlich ist so ein bisschen meine Heile Jesus-Welt in sich zusammengefallen.

Viel später, sehr viel später habe ich diese Aussage erst richtig verstanden. Es war nämlich genau, als
ich den Satz gesagt habe: ,,…bei der eigenen Familie, da hört der Spaß auf.!” Und genauso ist es bei
Jesus.
Jesus zählt alle Menschen zu seiner Familie und zu seiner Schöpfung.
Und genau an dieser Stelle hört auch bei Jesus, bei ihm, der Spaß auf. Jesus, er versteht keinen Spaß,
wenn es um seine Schöpfung und seine geliebten Menschen geht. Als ich das erstmals so begriffen
habe, da dachte ich ganz plötzlich ganz anders über meine Einstellung zur Familie, zu meiner
eigenen Familie!
Dachte anders über Familie, das Drumherum zu diesen üblichen Familienfesten und
Veranstaltungen…. und so weiter!
Ich musste komplett neu darüber nachdenken.
Wir kennen es doch irgendwie alle!
Weihnachten, Ostern, Geburtstage, Silvester oder sonst irgendwas, das sind doch die Feste für die
Familie.
Das sind die Tage, die zur Familie, dazu gehören.
Und ich glaube heute und das genau diese Feste und Feiertage, genau diese Tage und diese Feste
auch Silvester, Pfingsten oder Himmelfahrt genau zu diesen Festen gehören, die anderen Menschen
auch wichtig sind…..
Dass wir uns genau zu diesen Festen uns mit Menschen umgeben sollten,
 die einsam und allein sind. Menschen,
 die nach Aufmerksamkeit und
 nach sozialen Kontakten förmlich schreien.
 Und ja, dazu gehören auch die Seelsorge, Weihnachtsgottesdienste, Sterbebegleitung oder
was auch immer.
Ich kenne diese Sehnsüchte, diese Wünsche, dieses Alleinsein, dieses innerliche Trauern noch aus
meinen Zeiten aus der Kneipe. Was ist denn an solchen sogenannten Familientagen???????

Da sind die Geschäfte zu und jeder ist irgendwie bei sich und seiner Familie unterwegs und mit sich
selbst beschäftigt.
Und was ist mit den.:
 einsamen Menschen?
 Mit Menschen ohne Familie?
 Menschen, die kein Zuhause haben?
 Menschen, die auf Schiffen und auf LKWs unterwegs sind?

Ich frage dich, was ist denn mit diesen Menschen, haben sie keine Familie, können sie nicht bei ihrer
Familie sein?
Da ist es mir ganz bewusst geworden, was Jesus meint. Was Jesus meint, wenn er sagt.: ,,Wer ist
denn nun meine Familie!”
Bestimmt, so denken einige, habe ich ja jetzt gut reden, denn ich habe Gott sei es gedankt, eine
verständnisvolle Familie.
Meine Mutter würde mir niemals einen Vorwurf machen, wenn ich zu Weihnachten oder an
irgendwelchen anderen Tagen sie nicht besuchen würde oder ähnliches.
Und ich glaube, sie wäre eher verständnisvoll und eher erbost, wenn ich mich nicht zu den Menschen
begeben würde, die Begleitung Zweisamkeit nötiger haben als sie…..

Und ich glaube, genauso verständnisvoll war damals die Mutter von Jesus. Maria.
Denn Maria, sie wusste schon beizeiten darüber Bescheid und war darüber bestens informiert,
welchen Spezialauftrag Jesus Christus hier auf dieser Welt zu erfüllen hatte.
Jesus, ihren Sohn, ihren erstgeborenen Sohn.
Genau bei der Familie hört der Spaß auf.
Und genau das ist das Schöne bei Jesus. Er betrachtet ausnahmslos alle Menschen als seine Familie.
Bedingung, dass sie, diese Menschen, bewusst JA zu ihm sagen und JA zu ihm gesagt haben……
Und der Satz von Jesus, der immer noch lautet, wer ist meine Familie?
Diesen Satz heute, den darf ich Jesus Christus direkt beantworten. Ja, ich möchte Jesus direkt
antworten.
Jesus, du fragst nach deiner Familie und du fragst, wer deine Familie ist!? Jesus, ich bin es, ich gehöre
zu deiner Familie! Ja, Jesus, wir sind es…Allen den du vergeben hast und für die du an dieses Kreuz
von Golgatha gegangen bist.
Wir sind deine Familie.
So, nun könnte man am Schluss sogar noch einen draufsetzen und sagen.:
 wer keine Familie hat,
 der einsam ist,
 sich verloren und vergessen vorkommt,
 wenn einer meint er wäre zu nichts mehr zu gebrauchen,
 keiner hätte ihn mehr lieb und
 er steht komplett am Rande der Gesellschaft,
 hier kannst du deine eigenen Probleme einfügen und diesen Satz fortführen.

Antwort.:
,,ohne Frage das kann ich dir zu sichern Jesus adoptiert dich. Er adoptiert dich, auf immer und ewig
und du wirst sogar direkt als Erbe eingesetzt.“
Sobald du adoptiert bist, bist du auch als Erbe eingesetzt. Jesus hat übrigens unendlich viel zu
vererben.
Ich selbst bin heute unendlich reich geworden. Garantiert nicht an materiellen Dingen oder an Geld,
nein, da bin ich nicht reich geworden.

Reich geworden bin ich.:
 an Liebe, reich geworden,
 an Geborgenheit,
 reich geworden an Erfahrung und Aufmerksamkeit und
 ich bin Mitglied einer unendlich großen Familie von Christen.
Einer Familie, wo es auch mal ordentlich kracht im Getriebe und auch man mal anderer Meinung sein
kann, eine anderen Meinung ist.
Hauptsache muss noch sein, dass die Hauptsache immer die Hauptsache bleibt und die Hauptsache ist
dieser Christus.
Ich gehöre zu einer großen Familie seitdem ich Christ bin.
Ich bin nicht einsam, nicht ungeliebt und ich fühle mich genau umgekehrt, ich fühle mich geliebt
und akzeptiert.
Darum lass dich von Jesus adoptieren und trete auch direkt das Erbe von ihm an.
Lass dich adoptieren, lass dich reich beschenken und verschenke weiter. Du hast auch viel zu geben
und viel weiterzugeben,… weiterzugeben an Liebe, Geborgenheit, und die Führung in Jesus Christus.
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.

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