Predigt zu Lukas 9, 57-62:

Predigt zu Lukas 9, 57-62:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im NT, bei
Lukas 9, 57-62
….dann jetzt gleich!!!
Der Sonntag Okuli!
,,Meine Augen sehen stets auf den Herrn”
Und der Predigttext, tja, wie soll es anders sein, dieser betrifft die Nachfolge!
Mit dem Text komme ich absolut ins Schleudern!
Zum einen sind da Menschen, die Jesus Christus gerne nachfolgen wollen und zum anderen sind da
noch gewisse Dinge, die geregelt werden müssen.
Und da geht es genau los!
Dinge, die vorher geregelt werden müssen, bevor das mit der Nachfolge vollzogen wird. Für mich
persönlich sind das die absolut nachvollziehbaren Gründe!
Gründe, warum das mit der Nachfolge, sich noch etwas verzögern wird…..
Drei verschiedene Menschen wollen Jesus unabhängig voneinander nachfolgen. Und beim ersten da
sagt Jesus einen Satz, der mich nicht nur da nachdenklich stimmt, sondern fast ärgerlich macht…..

Hören wir den Predigttext aus Lukas 9, 57-62

Drei unterschiedliche Menschen!!!!
Eigentlich könnten wir diesen Text überschreiben mit den Worten.:
,,Das Problem mit der Nachfolge!”
Gleich der ersten Person macht Jesus ganz klar, dass er eigentlich.:
 nichts hat.
 nichts braucht und
 noch irgendetwas will,
 Zu allem Überfluss sagt er auch noch, dass er noch nicht einmal weiß wo er sich am Abend
hinlegen soll!
Was mir in diesem Zusammenhang einfällt, ist die derzeitige Flut von Christen aus aller Welt zu uns
nach Deutschland.
Nicht nur nach Deutschland, sondern auch in andere Länder. Diese Menschen glauben an Jesus
Christus und suchen Schutz vor Verfolgung, weil sie Christen sind……

Diese Menschen suchen nicht nur Schutz vor Verfolgung, suchen eine neue Heimat und wissen auch
nicht, wo sie wohnen und schlafen sollen.
Und schon wieder bin ich im Widerspruch mit Jesus Christus.
Zum einen ruft er in seine Nachfolge auf, das ist unsere Aufgabe als Christen!
Kommt man diesen Aufgaben nach, dann wird man gleich obendrein noch verfolgt.
Und jetzt kommt für mich der Widerspruch in sich. Christen die Jesus Christus nachfolgen, sich zum
Glauben bekennen, werden aus der Heimat vertrieben, insoweit noch für mich nachvollziehbar.
Doch dann wird im gleichen Atemzug den Verfolgern von den Christen auch noch das Obdach
gewährt und diese dann noch im gleichen Land untergebracht.
Das halte ich nicht nur für dumm, sondern für mich auch nicht an keiner Stelle zu verstehen!!!!!
Jesus Christus provoziert dieses mit seinem Satz, dass wir jeden Fremden wie Bruder und Schwester
behandeln sollen. Damit holen wir jedoch Mörder, Häscher und Verfolger und Verfolgte in unser
Haus.
In ein und dasselbe Land! Und diese Frage hätte ich ganz gerne mal von Jesus Christus
beantwortet!!!!!
Für mich geht es nicht und es funktioniert auch nicht! Menschen, die Jesus Christus folgen, werden
verfolgt und zum gleichen werden die Verfolger mit eingeladen! ??

Was für ein Widerspruch in sich.
Nachfolge und in der Nachfolge bekämpft und obendrein noch provoziert werden!!!!
Oder steckt da vielleicht etwas ganz anderes dahinter?
Ich glaube ja!
Dass die Nachfolge von Jesus Christus nicht immer sehr angenehm ist und die Nachfolge angenehm
ist.

Die Nachfolge von Jesus Christus bedeutet nicht, in einer schönen warmen Kirche zu sitzen, mit
Orgelmusik und sonstigem, was dazugehört.
Nachfolge bedeutet, die eigenen Annehmlichkeiten auch einmal zurückzustellen und tatsächlich
auch nicht zu wissen, wie es morgens weitergehen wird, weitergehen soll und wo man eventuell
am nächsten Abend landet!
Und doch sind da noch die anderen Zwei. Der eine möchte erst seinen Vater begraben und der
nächste sich von seiner Familie verabschieden. Das alles sind eigentlich nachvollziehbare Gründe…..,
das mit der Nachfolge von Jesus Christus in die richtige Reihenfolge zu bekommen.
Zu Hause Bescheid sagen, dass man erst einmal weg ist, ein paar Dinge regeln und dann auf zu Jesus
Christus.

Und ich glaube, dass diese Sätze von Jesus Christus mehr symbolisch gemeint sind. Symbolisch, so
nach dem Motto, lass dich von nichts in der Welt abhalten, bei Jesus Christus zu bleiben, ihm
nachzufolgen und alles zu geben……
Um es in die heutige Zeit zu bringen wäre ein Beispiel anzusetzen. Du suchst einen Job und könntest
einen Job bekommen und doch ist der Arbeitgeber vielleicht Moslem oder hält vom christlichen
Glauben nichts. Dann kann man diesen Job halt nicht machen.
Ein anderes Beispiel!
Ich konnte das vor einigen Wochen recht gut beobachten, als ich einkaufen war.
Vor mir Vater und Sohn, in einer Radio.- Fernsehabteilung eines großen Konzerns.
Auf einmal kam ein Mitarbeiter mit einem Hubwagen und einigen darauf gestapelten
Fernsehgeräten. Es kam wie es kommen musste einer viel herunter.
Dieser war offensichtlich derart beschädigt, dass man ihn nicht mehr verkaufen konnte.
Daraufhin kam ein weiterer Kollege und sagte.: ,,dann musst du diesen reklamieren als
„Transportschaden“.
Das ganze Prozedere dauert nur wenige Minuten.
Der Vater zu seinem Sohn, hier sind wir falsch, hier wird betrogen, hier kaufen wir nicht ein.
Meinen absoluten Respekt dafür!!!
Keine Ahnung, ob Vater und Sohn Christ gewesen sind.
Aber diese klare Linie, obwohl es ihnen egal sein könnte, was und warum dieser Fernseher nicht
verkauft werden konnte!
Was den Vater veranlasst, seinen Sohn darauf hinzuweisen, dass das Betrug ist, ich weiß es nicht!.
Und genauso bezeichne ich das mit der Nachfolge.
Wir Christen haben da nichts zu suchen, wo beschissen und betrogen wird!
Oder wir stellen uns dann darauf ein und sagen, wir distanzieren uns davon.
Das kann genau dazu führen, dass wir ausgegrenzt, verachtet, verlacht, belächelt und nicht ernst
genommen zu werden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und genau das bedeutet für mich und sollte für uns bedeuten, uns von all den Dingen zu
verabschieden, was sowieso nichts bringt, wo es unehrlich wird.
Halt dich von Dingen fern, wo man betrügen möchte und wo etwas nicht rechtens ist…….
Das bringt nicht nur ein ruhiges Gewissen, sondern kann auch im Endeffekt Ärger einbringen.
Den Ärger wirst du überleben.
Das unrechtmäßige Geld aus Lug.- und Betrug wird sich einmal furchtbar rächen.
Ja, da sind wir im Zwiespalt der Nachfolge für Jesus Christus. Jesus Christus nachfolgen ist nichts für
Weicheier und auch schon gar nichts für Wendehälse.

Und dann ist da noch der dritte im Bund. Die Beerdigung des Vaters. Da kann man sich fragen, was
soll denn das nun wieder??
Nicht den eigenen Vater beerdigen zu dürfen? Was stellt sich denn Jesus darunter wieder vor?
Der Vater ist tot.
Zweifelsohne sollte nun die letzte Ehre, sollte man ihm die letzte Ehre schon erweisen. Tot ist tot, lass
die Toten die Toten begraben.
Jesus, er meint damit (für mich), dass die Menschen, die eh noch nicht JA zu Gott zu Jesus Christus
gesagt haben, für immer tot sind.
Denn es folgt der Satz.: Du aber lauf los und verkündige das Leben. Verkündige, das Reich Gottes
und die Erlösung. Und so verstehe ich ganz klar den Satz.
Menschen, die tot sind, das hat sich erledigt, entweder gestorben mit Jesus Christus oder ohne.
Und einige von euch, die diese Sätze oder denen dieser Satz bekannt vorkommen, kennen es alle
noch aus Corona-Zeiten.
Entweder mit Corona oder an Corona gestorben, aber gestorben ist gestorben!!
Der Satz „Lass die Toten die Toten begraben“ kriegt für mich damit eine komplett neue Bedeutung.
Die, die tot sind, das hat sich erledigt! Wir sollen uns um die Lebenden kümmern und dieser Satz hat
damit, ganz klar, Symbolcharakter.
Die Aufgabe, die ist doch damit ganz klar! Lass uns dafür sorgen, dass es keine Toten mehr gibt.
Sondern alle das ewige Leben haben. Also Finger weg von den Dingen, die eh keiner mehr ändern
kann (gemeint die Toten), sondern lass uns das, wo noch Hoffnung besteht bzw. den lebendigen
Menschen den lebendigen Gott verkündigen……
Und was ist nun das Fazit aus diesem Text, der heute eindeutig von Jesus Christus direkt kommt?
Für mich ganz klar! Wenn du dich für Jesus Christus entscheidest, dann gibt es kein Zurück mehr. Es
gibt keine Vergangenheit, keinen Besitz, keine Familienbindung oder sonstiges mehr.
Bestimmt benötigt dieser Satz viele Erklärungen und Aufklärungen. Auch ich würde gerne Jesus zu
diesem Text ein paar Fragen stellen. Ein paar Fragen stellen, um nicht alles als gegeben
hinzunehmen.
Nur für diese Erklärung kann ich nur beten.
Der Text bedeutet für mich wirklich in die heutige Zeit übersetzt:,, Es gibt kein Nachdenken über das,
was wäre, und wenn…
Absicherung und Sicherheit, Bestätigung wie wir sie kennen, in Form von Verträgen gibt es keine!“
Es gibt nur eins: Sicherheit und Vertrauen auf Jesus Christus.
Und ausbezahlt bekommen wir die gut einbezahlte Lebensversicherung, die wir alle angespart
haben.
Die ausgezahlte Lebensversicherung bedeutet ewiges Leben bei und mit Jesus Christus.
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

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