Predigt zu Lukas 3, 1-20:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Gemeinde.: Amen
Der Predigttext für den heutigen Sonntag, steht im NT
Lukas 3,1-20
….wo ist heute ein Johannes???
Wo ist heute so ein Johannes?
Der Mann, dieser Johannes, ist ca. ein halbes Jahr älter als Jesus Christus.
Dieser Mann, dieser Johannes, der gefällt mir!
Ein echter Kerl aus dem Leben.
Ein Typ, der nicht mit Freundlichkeiten spart und echt die Scheiße beim Namen nennt!
Die Beschreibung von Johannes könnte es so aussehen:
grobschlächtig
eigensinnig
demütig
bescheiden
mutig
und widmet sich ganz dem Glauben an Jesus Christus und dem Christsein diesbezüglich Gott.
Er vollzieht Vorankündigungen, Verkündigung und Massentaufen am Jordan.
Er predigt, was das Zeug hält und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.
Er handelt im Auftrag von Gott ohne staatlichen (kirchlichen) Auftrag!
Er ist eher unbeliebt, weil er sämtliche Dinge beim Namen nennt, die nicht in Einklang mit dem Wort
von Gott zu bringen sind. Er nennt alles gnadenlos beim Namen.
Mit anderen Worten ein absolutes Vorbild für mich!
Wir hören den Predigttext aus Lukas 3, 1 – 20
Ich frage mich: Wo ist so ein Johannes heute? Heute im Jahr 2025!
Johannes ganz unverblümt der setzt alles, was im Alten Testament damals steht, auch von Jesus
ausgegriffen wird 1:1 in Wort und Tat um.
Wir müssen daran denken und ausgehen, dass zum Zeitpunkt des Johannes das Neue Testament
noch nicht gegeben hat, sondern vielmehr das Alte Testament die Tora bekannt war.
Im Predigttext wird davon gesprochen, dass was krumm ist, kann Gott wieder gerade machen…(in
Bezug auf ein altes Leben…)
In Bezug auf ein Leben, was Gott mit Dir verändern möchte!!!
Da gibt es auch diesen schönen Satz: ,,Gott schreibt gerade auf krummen Linien!!!”
Johannes ist auf jeden Fall viel deutlicher als Jesus.
Er bezeichnet die Menschen, die zu ihm kommen sogar direkt als Schlangenbrut.
Also eine ganz klare Kante an die unehrlichen und nicht aufrichtigen Menschen!
Menschen, die sich darauf berufen, dass sie ja getauft und konfirmiert sind. Jedes Jahr zweimal zur
Kirche gehen an Weihnachten und zu Ostern.
Hier im Text wird davon gesprochen, dass sie sich darauf berufen, alle Abraham zum Vater zu haben.
Wo ist heute so ein Johannes? Wo ist heute ein Mann, der solche Worte sprechen und sein Leben
ganz ohne Sicherheitsdenken führen kann?????
So ein kleines Aufbäumen ist hin und wieder mal zu sehen. Menschen, die kritisch sind! Ein Olaf
Latzel in Bremen! Doch meistens werden das Mahnen, Ermahnen und das Aufbäumen schon im
Keim erstickt.
Nicht zuletzt von den Landeskirchen…..
Ja, heute ist es oftmals noch schlimmer…..
Heute machen die Pharisäer und Obersten der Landeskirchen und Tempeldiener oder Aufseher, wie
auch immer, Dinge, die nicht mehr in Einklang mit der Bibel zu bringen sind.
Sie nehmen Einfluss auf das Leben der kritisch denkenden Menschen……
Da wird Einfluss genommen auf das.:
Arbeitsleben,
Kirchenzugehörigkeit,
Denunziantentum,
ja bis hin zur Ausgrenzung von solchen Menschen.
Menschen, die die Wahrheit und Gottes Wort beim Namen nennen. Was für eine üble Zeit. Üble Zeit
gestern und heute!
Das Schöne ist, dass, schon damals Johannes, dieser Wüsten-Prophet direkt die Bibel und deren
Aussagen beim Wort nimmt.
Er gibt den Menschen Anweisungen, wie sie sich zu verhalten haben.
Nach dem Motto an deren Früchte werdet ihr sie erkennen, ob es gottesfürchtige Menschen sind
oder nicht.
Der Bibeltext und der Predigttext von heute gibt klare Anweisungen. Er gibt klare Anweisungen an
alle Schichten der Menschen. Es gibt Anweisungen für Beamte, Arme, Reiche und Soldaten.
Die Anweisungen lauten:
wir sollen teilen
wir sollen nicht nach Übermaß Streben finanziell und materiell
nicht mehr nehmen als uns zusteht
wir sollen gerecht sein gegenüber unseren Mitmenschen
wir sollen wertschätzend sein!
Und jetzt!!!!
Was ist nun mit uns?
Sind wir immer nur Couchchristen????
Tun wir es?
Sind wir das wirklich auch im täglichen Leben?
Teile ich?
Gebe ich ab?
Bin ich ehrlich auch bei der Steuererklärung?
Bin ich in der Lage, mich zu meinem Glauben zu bekennen?
Gehe ich wertschätzend mit anderen Menschen um?
Kann ich auch Kritik üben in Zeiten in einer Welt und deren Menschen, die ich nicht mehr
verstehen kann?
Kann ich sachlich sein und tolerant sein?
Das sind Fragen über Fragen, die wir uns alle selbst stellen dürfen.
Mal sehen, wenn wir ehrlich sind, wie weit wir damit kommen!
Ehrlich zu uns selbst, wenn auch augenscheinlich alles irgendwie den Bach runtergeht?
Kann ich sie tolerieren und deren Entscheidungen von anderen Menschen?
Der Predigttext von heute findet deutliche Worte. Wenn wir es nicht tun, dann werden wir schon
sehen, wie schnell die Axt angelegt ist.
Wie schnell die Spreu vom Weizen getrennt ist.
Und dann und dann ist noch der letzte Satz im Predigttext. Johannes geht ja ganz klar gegen die
Obrigkeit, die Staatsmacht, ja den König vor!
Johannes nennt die Vergehen von König Herodes ganz klar beim Namen.
Das gefällt mir ganz besonders!
Menschen, die sich für christliche Werte und den Glauben einsetzen. Auch auf die Gefahr hin im
Gefängnis zu landen…
Oder sogar umgebracht zu werden……..
Was will nun der Predigttext an diesem dritten Advent 2025 von mir?
Die Menschen damals waren von den Worten des Johannes tief beeindruckt. Und es sind viele
Menschen sprichwörtlich zum Glauben gekommen.
Es kam zu einer Kehrtwende in ihrem Leben. Das wünsche ich mir heute auch.
Vielleicht nehmen wir gerade die Weihnachtszeit des Jahres 2025 zum Anlass, mal über unser
eigenes Leben neu nachzudenken.
Zum Anlass die Adventszeit und das Weihnachtsfest, Jesus Christus in unser Herz einziehen zu
lassen.
Jesus Christus nicht nur einziehen zu lassen, auf Weihnachtsmarkt oder auf dem Gabentisch oder
zum Weihnachtsgottesdienst!!!!!
Nein, ich meine, richtig in unser Herz einziehen zu lassen.
Überdenken wir unser Leben und verändern es. Ein Schaden wird es garantiert nicht sein. Das
verspreche ich dir. Zumal du eines Tages nicht zur Spreu, sondern zum Weizen gehören wirst.
Wenn du Jesus Christus in dein Herz lässt, dann verspreche ich Dir, es kommt Ruhe, Frieden und Liebe
als Produkt dabei raus.
Das wünsche ich dir! !!!!!
Lass Jesus nicht im Stall von Bethlehem wohnen, sondern lass Ihn bei dir wohnen.
Bei dir zu Hause in deinem Leben und deiner Familie, deiner Arbeitsstelle.
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.