Predigt zu Jesaja 58, 7-12:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Predigt zu Jesaja 58, 7-12
Wenn Gott nicht will,
dann können wir uns abmühen wie wir wollen, denn dann geht gar nichts.
Wir schreiben das Jahr 2025 und es ist der Erntedanksonntag.
Irgendwie rutschen zur Zeit Menschlichkeit, Nächstenliebe und Hungersnot in unserer Zeit ins
Abseits.
Alles steht irgendwie auf Krieg nach Krieg und Zerstörung, Unmut, Zwietracht und die absolute
Gottlosigkeit.
Und doch kann der Beste und der gut geplanteste Krieg, wenn man überhaupt von einem guten
Krieg sprechen kann nicht geführt werden, wenn die Menschen nicht zu essen haben.
Haben wir das Vergessen? Vergessen in unserer sooo… Gott – los – gewordenen Zeit?
Sind wir uns bewusst, wenn Gott nicht will, dann wird er auch auf unseren Feldern nichts mehr
wachsen lassen. Getreide, das wächst nicht mit Blut, sondern mit Wasser.
Haben wir die Menschen vergessen, denen es viel schlechter geht als uns selbst?
Im Predigttext von heute hören wir vom Propheten Jesaja, was einen ordentlichen Gottesdienst
ausmacht. Gottesdienst das Wort mal zerlegt bedeutet Dienst für Gott.
Es sind nicht.:
die schönen Lieder,
nicht die gut gekleideten Menschen
nicht der leichte Hauch von Tosca,
nicht das schöne Orgelspiel,
nicht die schöne Atmosphäre
Nein, der richtige Gottesdienst ist….
….hören wir nun den Predigttext für diesen Sonntag, den Erntedank Sonntag aus Jesaja 58,7 – 12
Wenn Gott nicht will, dass wir uns als Rückschlüsse aus diesem Predigttext ziehen, dann werden wir
auch ein Problem haben. Wenn wir jedoch das tun, wie Gott es will und seine Vorgaben erfüllen,
dann wird er mit dir, dann wird er mit uns sein.
Was ein wunderbarer Text.
Da steht nicht dort.:
du sollst auf Seite schaffen,
deine Schäfchen ins Trockene bringen,
dir ein dickes Polster zu legen,
so nach dem Motto, wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht.
Falsch gedacht….
Da steht eindeutig im Predigttext, mehrmals.:,, Wenn du…………!, dann wird Gott mit dir sein, dich
gesund machen, du wirst wie ein Licht in der Nacht leuchten.
Und das sind wunderbare Zusagen…..
Und genau an diesem Sonntag heute, da geht es einmal mehr darum und einmal mehr darum, in
dieser Zeit, dass irgendwie alle Menschen satt werden sollen.
Und wir bekommen es nicht hin. Unsere hochtechnisierte Welt kriegt es nicht hin, wir schaffen es
nicht. Aber sie bekommen es hin Millionen für Krieg für Mord und Totschlag auszugeben.
Was für eine Dummheit und dies ist sicherlich von Gott gewollt.
Ich möchte an dieser Stelle mal einen kurzen Ausflug in die Geschichte machen. In das Jahr 1939.
Am 13. Dezember 1939.
Es geht um ein Panzerschiff mit dem Namen Admiral Graf Spee. Es ist zu der damaligen Zeit ein Schiff
der Superlative der damaligen Wehrmacht. Bis maximal 1800 Mann Besatzung und ausgestattet mit
allen hochtechnisierten Dingen dieser Zeit.
Dann ein Gefecht im Südatlantik.
Es wurden Schiffe beschädigt Schiffe versenkt. Die Beschädigung der Admiral Graf Spee waren nicht
so dramatisch. Dramatisch jedoch die Tatsache, dass die Kombüse einen Volltreffer bekommen hat.
1800 Mann ohne warmes Essen und das vielleicht über Monate?
Dies ist mir beim heutigen Predigttext so durch den Kopf gegangen. Eines der modernsten
Kriegsschiffe und die Soldaten bekommen nichts Ordentliches zu essen.
Was willst du denn noch Krieg spielen, wenn der Magen brummt?
Willst du vielleicht Munition essen, das Gewehr oder die Geschütztürme?
Wenn Gott nicht will, dann geht nichts.
Wenn Gott uns nicht das Gedeihen auf den Feldern schenkt, den Bauern ihre Arbeit und ihre Hände
segnet, dann wird nichts…..
Die damalige DDR Regierung hatte auch mal so einen Slogan, der lautete.:,, Ohne Gott und
Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.” Was eine dämliche und arrogante Aussage, was für ein
Wahnsinn.
Was will der Text mir heute sagen?
Heute an diesem Erntedank Sonntag?
Der Text sagt mir eindeutig.:
seid dankbar, dass Gott will,
dass Gott schenkt,
dass Gott gibt und vor allen Dingen
dass Gott so sehr tolerant ist.
Wir können uns nichts, aber auch gar nichts auf dieser Welt erarbeiten.
Wir bekommen alles aus Gnade geschenkt und für unsere Zeit hier auf dieser Welt geliehen.
Ich / Wir, wir nehmen nichts mit. Warum sollten wir dann nicht teilen? Warum sollen wir nicht dafür
sorgen, dass es unseren Nachbarn nicht ein wenig besser geht?
Der Text sagt mir ganz klar.: ,,Gottesdienst findet nicht nur am Sonntag in irgendeiner Kirche statt.”
Gottesdienst findet am Menschen und für Menschen statt. Das ist die Aussage des Predigttextes.
Ich denke immer noch darüber nach, was passiert, wenn Gott nicht will oder nicht mehr will? Der
Kapitän der Admiral Graf Spee Langsdorf hat am 17.12 1939, übrigens das Schiff seetüchtig, es
selbst versenkt und alle Menschen auf dem Schiff waren bis zum Ende des Krieges interniert in
Uruguay.
Für sie war der Krieg vorbei und sie hatten sicherlich zu jeder Zeit und immer genug zu essen.
Meine Bitte!
Lasst uns Gott dienen mit unserem Gottesdienst an Menschen im Auftrag von unserem Herrn und
Heiland Jesus Christus.
Der wahre Gottesdienst für Gottes Geschöpfe und du wirst Gott kennenlernen, was ER alles für dich
tun kann. ….
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.