Predigt zu 2. Korinther 1, 18-22:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen
Geistes sei mit uns Allen.
Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im NT, bei 2. Korinther 1, 18-22
…nur ein JA oder ein Nein!!(mehr nicht)!!!!!!
Entweder Ja oder Nein!
…. dazwischen gibt es nichts!
So genauso sollte die Überschrift über den heutigen Predigttext lauten.
Aus dem Zusammenhang gerissen ist der heutige Predigttext kaum zu verstehen. Zumindest für
Menschen wie mich, die die Bibel nicht bis ins Letzte studiert und verstanden haben.
Es geht um die Tatsache, dass Paulus, der Schreiber des Neuen Testaments und Wegbereiter des
christlichen Glaubens, offensichtlich in Missgunst geraten ist.
Er hat wohl eigenmächtig seine Reiseziele und Tourneen bzw. die Zeitpläne geändert. Dabei ist er wie
gesagt in Ungnade gefallen.
In Ungnade bei den recht jungen christlichen Gemeinden in Korinth.
Gerade am Anfang im Gemeindeaufbau ist dies glaube ich das Schlimmste, was passieren kann, wenn
man sich auf Menschen verlässt und dann letztendlich verlassen ist.
Oftmals verstehen Menschen auch nicht, wenn sich Pläne ändern. Pläne ändern, kurzfristig und
wenn es irgendwie brennt, man einfach die Prioritäten anders setzen muss.
Da entstehen schon mal aus Unverständnis und mangelnder Einsicht oft Missgunst, dummes
Geschwätz, bis hin zu echt dämlichen Handlungen von Menschen, ja auch von Menschen, die sich
Christen nennen…..
Aber hören wir jetzt erst einmal den Predigttext aus dem Brief des Paulus an die Korinther 2, 1, 18 –
22.
Also wie gesagt kaum zu verstehen und vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen dieser
Predigttext.
Paulus ruft förmlich Gott in den Zeugenstand.
Er rechtfertigt sich damit, dass er niemals ein sogenanntes Nejan von sich gegeben hat.
Wir kennen alles und alle dieses Nejan. (Halbes Ja und halbes Nein)
So ein nicht Fisch und nicht Fleisch…..
Nicht ja und nicht nein, sondern ein sogenanntes vielleicht……….
In der Ausbildung zum Prädikanten hat uns unser damaliger Lehrer, Dekan Kappesser, mehrfach
daran erinnert, dass in einer Predigt
,,ein,, vielleicht, sollten wir, oder wir laden ein, nichts zu suchen haben.
Er sagte dabei immer, bei Gott gibt es keine unklaren Dinge, sondern nur klare Anweisungen.
Recht hat er! Das habe ich über die Jahre begriffen….
Ich kann mir regelrecht vorstellen, dass Paulus so populär wie er gewesen ist, sicherlich einen sehr
gefüllten Terminkalender hatte und er oftmals in sogenannte Terminkollisionen gekommen ist.
Zumal es keine Reisen waren, wie er es damals unternommen hat, wie wir es heute so kennen. Da
waren mal drei bis vier Monate Verspätung an der Tagesordnung.
Zumal man auch bedenken muss, dass Paulus hin und wieder auch mal im Knast gelandet ist und der
Aufenthalt dort, damals, immer von unbestimmter Zeit war.
Auch müsste man bedenken, dass man auch schnell mal überwintern musste auf einer
Mittelmeerinsel und diese Zeiträume gar nicht abzuschätzen waren……….
Ich glaube auch, dass Paulus oftmals nicht direkt Lust hatte, gewisse Gemeinden zu besuchen! Zumal
Korinth mit den Menschen dahinter auch sehr unangenehm werden konnte.
Wir kennen alle diese unangenehmen Dinge. Wer kennt es nicht?
kannst du nicht mal…., und wir antworten dann mit den Worten vielleicht
mal sehen
ich melde mich
ich muss mal den Terminkalender schauen
ich habe noch andere Dinge zu erledigen
und man sucht nach sogenannten Ausreden, um niemanden zu verletzen, weil man eigentlich
schon weiß es klappt nicht.
Ich glaube, wir kennen alle solche Situationen! Keine Lust, keine Zeit, keinen Antrieb, einfach einen
Bogen darum machen.
Und was bedeutet das nun mit diesem Ja oder Nein in unserer Überschrift zu diesem Predigttext?
Für mich bedeutet das, dass in der heutigen Zeit und auch gerade in dieser Adventszeit eine ganz
klare Aussage da sein muss.
Ganz klar sollten für uns Christen sein… entweder Ja oder Nein.
Das ist die Frage von Gott an uns Menschen und die Frage nach Jesus Christus……
Für mich ist es ein Krampf zu sehen, wie unsere Christenheit im Konsum-Sumpf verschwindet.
So ein bisschen Jesus im Krippilein und dann noch zu Weihnachten und zu Ostern vielleicht zur Kirche
rennen….Doch nein, das gibt es nicht!
Entweder Ja oder Nein zu Jesus Christus!!!!
Und im Glauben und sich als Christ zu bezeichnen und sich damit irgendwelche Hintertüren offen zu
halten, das hat nichts, aber gar nichts mit Christ sein zu tun.
Entweder du bist Christ und stehst dazu oder lässt es besser ganz sein.
Ein halber Christ ist raus geschmissene Zeit.
Einen schönen und lieblich lachenden Jesus im Krippilein und schön in Zellophan eingewickelt, den
gibt es gerade nicht.
Es war eine knallharte Zeit zur Geburt von Jesus Christus!!!
Jesus hat in einer harten Futterkrippe gelegen, gelegen auf Stroh und war nur in Windeln
eingewickelt.
Ganz klar und knallhart.
Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich so zu Weihnachten eine überfüllte Kirche sehe,
dass wir zum einen sicherlich die Gotteshäuser brauchen und
zum anderen frage ich mich, wo sind die Menschen im restlichen Jahr?
Was ist denn nun?
JA, zum Christsein oder nur zu Weihnachten oder zu Ostern oder NEIN, dann aber auch mit aller
Konsequenz…….
Nur zu Weihnachten und zu Ostern in eine Kirche zu gehen, um gesehen zu werden, nach dem
Motto.:,, schaut mal, ich bin Christ, ich zahle Kirchensteuern.“
Das hat nichts mit dem tatsächlichen Christsein zu tun.
Und doch sage ich, dass es mehr Menschen gibt, die Christ sind, die es nicht wissen und die
niemand sieht und nicht zu sehen sind in einer Kirche oder einer Gemeinde.
Ich verstehe heute einmal mehr, wenn man deutlich JA zu Jesus Christus sagt und auch deutlich NEIN
zur Institution der Kirche….
Nein zu dem, was Menschen aus dieser Institution Kirche gemacht haben.
Menschen verlassen die Kirchen nicht, weil Sie keine Christen mehr sind, sondern genau
deswegen…….
Ich habe mit einigen Menschen zu tun, die verurteilt werden, weil sie nach außen hin, ihrem Glauben
den Rücken zugekehrt haben.
Tatsächlich haben sie nicht dem Glauben an Jesus Christus den Rücken gekehrt, sondern das, was
wir Menschen als Kirche bezeichnen.
Den Rücken gekehrt, einer Kirche, die heute so offen ist, dass wir alles tolerieren und auch alles
akzeptieren müssen. Dies tun wir um nicht als Nazi oder etwas anderes abgestempelt zu werden.
Wie traurig.
Leider ist es bittere Wahrheit. Darum müssen wir wie damals Paulus im Predigttext sagen:
,,Es gibt bei Jesus Christus kein JA oder NEIN zugleich!“
Ja, es gibt nur einen Gott. In meinem Glauben können keine anderen Gottheiten Platz haben und
darin vorkommen.
Ein klares JA zu Jesus Christus und ein genauso klares NEIN zur Toleranz im Glauben und an dem, was
in der Bibel steht.
Das Wort von Gott…….
Bei Paulus damals war es oft mangelnde Kommunikation, Zeitnot und mangelnde Konversation, was
Dinge wie Misstrauen und den Glauben in Frage zu stellen, herbeigeführt hat.
Heute ist es die Faulheit und das nicht anecken wollen und trotzdem bleibt die Frage ganz klar, auch
wieder an Weihnachten…..
Entscheide dich!!!!!
Meine Entscheidung steht fest, ohne Wenn und Aber ohne jegliche Kompromisse…
JA, zu Jesus Christus und das Wort von Gott!
Und wie sieht es bei dir aus?
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere
Herzen und Sinne in Christus Jesus.