Predigt zu 1. Mose 28, 10-19:

Predigt zu 1. Mose 28, 10-19:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns Allen.

Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht im AT, bei

1. Mose 28, 10-19

Träume, was ist mit Ihnen oder sehen wir uns noch?

Einen Traum vom ..Auto, Frau, Haus, Reise, oder viel Geld? Und was ist, wenn davon, von diesen Träumen etwas wahr geworden ist? Wenn du dich und wir uns daran gewöhnt haben, mit diesen Träumen zu leben?????

Und dann sind die Träume irgendwie geplatzt!

Was ist mit den geplatzten Träumen? Was ist aus den Träumen geworden?

  • Realität, bittere Realität,
  • Lebenswünsche,
  • Wunschdenken oder manchmal nur noch bittere Realität…?

Heute, im Predigttext, geht es um solch einen Traum.

Altes Testament ganz weit vorn in der Bibel, im ersten Buch Mose. Jakob, der ist müde von seiner Reise und legt sich nieder. Jakob ist einer unserer Urväter im christlichen Glauben schlechthin. Jakob nimmt sich einen Stein, legt seinen Kopf darauf, schläft ein und beginnt zu träumen.

Er träumt von einer Leiter, die bis zum Himmel reicht. Und was er dann in diesem Traum sieht und hören wird, das fasziniert mich!

Hören wir den Predigttext aus 1. Buch Mose. 28, 10 – 19

Ja, Gott hat die unterschiedlichsten Möglichkeiten mit uns zu sprechen.

Das kann durch.:

  • gewisse Ereignisse sein,
  • plötzliche Ideen und Einfälle,
  • aber auch, wie in unserem Fall, von heute, durch Träume. So auch bei Jakob.

Mich fasziniert die Tatsache, dass auf dieser Himmelsleiter die Engel auf und runter marschieren.

Dazu möchte ich aber gleich noch etwas sagen.

Zunächst einmal die Himmelsleiter und eine klare Zusage von Gott an Jakob.

Gott verspricht Jakob, …….was er ihm alles schenken möchte. Da ist zum Beispiel das Land, unendlich viele Nachfahren, und die klare Zusage, ich bin mit dir, als dein Gott.

Und was macht Jakob? Er hat Angst und empfindet das alles sogar als schauerlich, so heißt es in einer Bibelübersetzung.

Schauerlich! Keine Ahnung, ob daher auch der Ausdruck kommt.: ,,Himmelfahrtskommando“, oder gen Himmel fahren oder was auch immer. Auf jeden Fall steht es fest, dass ein Kommando vom Himmel kommt.

Ein Kommando von Gott selbst mit klaren Ansagen, wahrscheinlich auch geschmückt mit all den Facetten, die so ein Glaubensleben mit sich bringt. (Denn da ist beim besten Willen nicht immer alles schön!!!!)

Natürlich wissen wir hier keine Details. Nur weiß ich, dass letztendlich alles so eingetreten ist und so geworden ist, wie Gott es Jakob im Traum angekündigt hat. Das soll aber heute nicht das Thema sein.

Ich möchte etwas mehr und auch etwas näher auf das Thema ,,Leiter,, eingehen….

Wir kennen alle eine Leiter zur Überwindung von Höhen. Es wird beschrieben, dass die Engel stets auf und nieder auf dieser Himmelsleiter gestiegen sind. Wunderschön auch zu sehen in der Stadtkirche in Wittenberg von Lukas Cranach gemalt.

Himmelsleiter, damit bin ich ganz bei uns Menschen, da bin ich ganz bei mir und meiner Beziehung zu Gott!

Irgendwie stellt sich das für mich dar, als wären wir auch ständig auf solch einer Leiter unterwegs. (wie Jakob geträumt hat!)

Einmal sind wir mit unserem Glauben auf der Leiter weiter oben und dichter dran an Gott und wieder ein anderes Mal sind wir weit weg und sehr unten auf der Leiter mit unserem Glauben und unserer Beziehung zu Gott.

Das ist wohl oft so!

Zumindest bei mir ist es so.

Wenn alles im Leben wie am Schnürchen läuft, dann ist Gott mir oftmals sehr fern. Ich bin Gott sehr fern. Natürlich nicht von Gottes Seite her, sondern von meiner Seite. Es ist mir leicht, wenn ich keine Sorgen habe, schnell in der Bibel zu lesen und zu beten, wenn alles irgendwie gut läuft.

Aber wehe es tauchen Schwierigkeiten auf. Dann muss Gott mir gefälligst ganz nah sein. Das verlange ich automatisch so…., nur das ist aber nicht richtig!

Was ich heute einmal mehr weiß ist Tatsache, dass Gott immer den gleichen Abstand zu uns Menschen hat.

Immer sehr, sehr nahe.

Egal was wir gerade fabrizieren oder anstellen, was wir machen, an Guten oder Schlechten oder auch getan haben. Den Abstand auf unsere Leiter zu Gott, den bestimmen wir Menschen selbst. Das weiß ich heute.

Und oftmals sind wir darüber mehr als undankbar.

Warum???

Wenn es nicht läuft dann ist es Gott, wenn es gut läuft dann brauchen wir Gott nicht. Und wenn unser Leben durch was auch immer zu Grunde geht oder vor die Hunde geht, dann schreiben wir es Gott zu. Oftmals schäme ich mich für meine Beziehung zu Gott. Schäme mich mit meinem auf und nieder auf der Himmelsleiter zu Gott…

In Jakobs Traum benutzen die Engel offensichtlich diese Leiter, um sich immer wieder neue Aufgaben und Instruktionen von Gott zu holen.

Auftrag von oben abholen und dann wieder runter auf der Erde und ausführen.

Die damalige moderne Art der Kommunikation!!!

Nur damals???????

Und das ist es genau das, was ich mir auch für uns Menschen, für mich wünschen würde.

Wieder und immer wieder im Gebet wieder zu Gott hinauf zu steigen, nach seinen Vorgaben, nach seinen Ideen und nach seinen Instruktionen für mein oder für unser Leben zu fragen.

Dann wieder hinab zu steigen auf der Himmelsleiter und danach zu handeln und danach zu leben. Das Gebet ist für mich ganz klar die Himmelsleiter zu Gott und diese ist auch als solches zu benutzen.

Immer und immer wieder hinauf zu gehen, um nach dem Willen Gottes zu fragen.

Das heißt aber gerade nicht, diese Leiter als Nottreppe oder Feuerleiter oder Feuertreppe zu benutzen, sondern als Treppe und Leiter des täglichen Bedarfs für unser Leben.

Das Fazit.

Das Fazit, ist für mich aus diesem Predigttext heute ganz klar.

So wie die Engel den Kontakt zu Gott immer wieder suchen, so wollen wir und sollen wir / ich es auch tun. Treppe/Leiter als Verbindungsbau zu Gott.

Und wenn eine Leiter mal auf dieser Welt für dich und mich zu Ende sein wird, dann dürfen die Stufen der Sprossen ruhig ausgetreten sein.

Die Sprossen der Leiter, stark genutzt, wie so manche alte Treppe in Fachwerkhäusern oder in alten Häusern überhaupt.

Denn eines Tages, da werden wir diese Leiter das letzte Mal erklimmen.

Dann wird es keinen hinunter mehr für uns Christen geben.

Dann gibt es nur noch ein einziges Mal hinauf, um für immer bei Gott und Jesus Christus zu bleiben.

Mein Wunsch wäre für dich für uns, dass deine Leiter am Ende hinaufführen wird, nicht nach unten. Es wäre schön, wenn wir alle die Himmelsleiter erklimmen würden und ich frage dich: ,,sehen wir uns??????”

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere menschliche Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Amen.

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